Wie im Vorjahr erklimmen die Doors erneut den Thron für das beste Album und kommen damit mit ihren ersten drei Alben in meinen Rankings auf die formidable Ausbeute von zwei ersten Plätzen und einem siebten Platz.
Der dritte Streich der Westcoast-Truppe (einziges Nr.1-Album der Band in den USA, nachdem es für die beiden Vorgänger nur für die Plätze 2 bzw. 3 gereicht hatte) erreicht zwar nicht ganz die herausragende Qualität des Debütalbums (was auch verdammt schwer ist), kann aber dennoch als sehr gelungenes Opus bezeichnet werden, das sich durch enormen Abwechslungsreichtum auszeichnet. So finden sich neben Songs im typischen Stil der Band, auch eher poppige Klänge ("Hello, I Love You"), Balladen ("Love Street", "Wintertime Love"), das mit einem heavy Gitarrensolo aufwartende "Five To One" und sogar Flamenco-Anleihen ("Spanish Caravan").
Auf der Scheibe finden sich auch wieder mehrere hochklassige Songs, wobei hier "Hello, I Love You" (Nr.1 in den USA und Kanada), v.a. aber "Five To One" und "Love Street" - beide aus Jim Morrisons Feder - hervorzuheben sind.
Die gleichnamige Single "Waiting For The Sun", eine weitere Perle aus dem Doors-Oeuvre, fungiert kurioserweise nicht als Titeltrack, sondern erscheint erst auf dem 70er-Album "Morrison Hotel".