Du Und Viele Von Deinen Freunden von Astrid Vits


Buch
2004
Bewertung
mh-Community
4,0
Schlagworte
noch keine

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Autor Typ mh
Astrid Vits Person
Sequels Typ Jahr IMDB mh
Du und viele von Deinen Freunden / 2 Buch 2005 3,0

Gelesen von


motorhorst
4
07.06.2012

Erdjohann
4
22.09.2020

Christian_alternakid
4
22.09.2020

Befindet sich in der Sammlung von

Auf der Leseliste von

keinem Motorjugendlichen. Hallo, wie das?

Kommentare

4

Erdjohann am 22.09.2020 um 21:37 Uhr:

Wow, ich dachte, das Buch sei hier freundlicher aufgenommen worden. Ich habe es tatsächlich jetzt erst zum ersten Mal gelesen, aber mein damaliges Misstrauen erwies sich auch als mindestens teilweise berechtigt. So lobenswert der Ansatz "sich mit den Bands gleichzumachen" einerseits erscheint, so stößt der latent schunkelig-kumpelige Ansatz von Astrid Vits irgendwann auf wie der Sekt, mit dem bei den Interviews dauernd angestoßen wird. Ähnlich wie diejenigen, die wegen der Kritik am seit der WM 2006 zunehmend grassierenden Schland-Schminke-Partyotismus als Miesmacher und Krampfhennen verhöhnt wurden, schienen 2004 auch die beiden in den Interviews abwesenden Bands Blumfeld und Tocotronic als Spielverderber zu gelten. Im Jahr 2020 hingegen möchte man die vermeintlichen Elitaristen heiligsprechen angesichts des nationalistischen Schlamassels, in das die "entkrampfte" Republik inzwischen geraten ist. Zum Teil sicherlich auch ein Dokument der deutschen Indieszene, als diese noch maßgeblich durch Gitarrenbands bestimmt wurde, zum Großteil jedoch auch ein Zeugnis dessen, wie Journalismus, gerade wenn er gut gemeint, in haltloses Geplauder und Stolz über Promo-CDs schlittert.
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motorhorst am 24.09.2020 um 09:09 Uhr:

Nee, ich habe mich wegen der Idee aufs Buch gefreut und war dann sehr davon enttäuscht, hab das eben auch nochmal nachgelesen: in meiner Rezension von 2005 und es gab ja sogar einen zweiten, ebenso schlechten Teil.
Das Lesen meiner Texte lohnt sich (wie immer), vor allem wegen einer absurden Björk/Console-Geschichte, die ich "schon wieder", also "nach 15 Jahren" vergessen hatte.
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Christian_alternakid am 24.09.2020 um 10:34 Uhr:

Natürlich seit damals nicht mehr gelesen, aber ich habe es erstens als VIEL zu lang in Erinnerung und zudem noch sehr repetitiv. Als hätte hier ein Lektor völlig gefehlt, der die Interviews nicht in Echtzeit abdruckt, sondern eben auf den Punkt bringt. Zudem ist Vits natürlich auch zu unkritisch, was politische Positionen angeht.
Im Rückblick hätte man hier schon etwas interessantes daraus machen können, in dem man die Aktualität der politischen Linien der Vorgängerfraktionen via dieser Interviews mit aktuellen Indiebands auf Langlebigkeit / Gegenrede / Zustimmung durchforscht hätte.

P.S.: In meinem Kommentar zu Motors Text gerade auch noch was gefunden, was ich "schon wieder", also "nach 15 Jahren" völlig vergessen hatte: dass sie hinsichtlich der Pet Shop Boys ziemlichen Schwachsinn schreibt.
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Erdjohann am 24.09.2020 um 17:09 Uhr:

Ich lese mich im Moment so ein wenig quer durch beide Bände und stolpere über zig Bands, die ich nicht mal dem Namen nach kannte (bei Konsultation von Indiepedia allerdings feststellte, dass - natürlich - dort Artikel über diese existierten, wenn auch ebenso selbstverständlich zuletzt in den späteren Nullerjahren zuletzt gepflegt). Von diesen stellten sich allerdings viele als musikalisch recht verzichtbar heraus (Nova International, waren die echt mal eine Hypeband??) und hatten zudem auch in ihren Interviews kaum etwas zu sagen. Ständig geht es um Fußball und Frauen oder warum letztere so wenig Musik machen, was dann immer wieder mit "die schleppen halt nicht gern" oder "siffige Jugendzentren sind halt nix für die" gelabertäscht wird und wofür man Bands wie Interviewerin heute noch die gesammelten Interviewskripte um die Ohren hauen will. Bezüglich Chtristians Anmerkung zum fehlenden Lektor scheint das ja sogar von der Autorin gezielt so geplant gewesen bzw. vom Verlag willentlich in Kauf genommen worden zu sein. Vor allem sind diese Bücher ein Zeugnis dafür, was Verlage damals noch an Geld und Aufwand in unausgegorene "Pop"-Projekte hineinzubuttern bereit waren, so lange nur "deutsch" draufsteht.

Der Plan ist, beide Bände im Klo hinzustellen, wobei deren Wuchtigkeit eine rasche und unproblematische Lektüre aber vermutlich sabotieren wird.
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