K4, Nürnberg
...hierzulande ist der 21 jährige PATRICK WOLF ja noch nicht der Suuuperstar wie zum Beispiel ein ADAM GREEN... but hey, remember... who the fuck was Adam Green vor 1 ½ Jahren. Nicht dass Patrick die Art Musik wie Herr Grün machen würde, aber ihn umgibt die selbe Aura : Wunderkind (sein erstes Album "Lycanthropie" [faith and industries / tomlab] enthält Songs, die er zwischen seinem 13. und 19. Lebensjahr aufgenommen hat), er besitzt eine gewisse Exzentrik und jungenhafte Unschuld, stammt aus einer musikalischen Familie und macht sein ganz eigenes Ding.
Dadurch, dass er auf einem Indie-Label veröffentlicht (TOMLAB steht eher für spannende Electronica, konnte aber auch mit Acts wie XIU XIU und THE BOOKS bereits eine breitere Hörerschaft gewinnen), dauert es eben immer etwas länger, bis es zur potentiellen Fangemeinde durchdringt. Auf seinem das Debut noch toppenden Zweitling "Wind In The Wires" gelingt dem Multiinstrumentalist, der auch gerne neben diversen elektronischen Stilmitteln auf alte Instrumente zurückgreift, gekonnt der Spagat zwischen tanzbaren, beatorientierten Pophits und introvertierten, sehr persönlichen Balladen mit Soundexperimenten.
Durchaus eingängige Songs, die aber nie langweilen. Live konnte man sich bereits beim letztjährigen Haldern-Festival überzeugen.
Musikalische Vergleiche fallen mir hier wirklich schwer, aber jede/r, die/der eigenständige Musik im Spannungsfeld Indie meets Electronic, oder sagen wir DataPop, schätzt, sollte sich diese Gelegenheit nicht durch die Lappen gehen lassen, denn das nächste Mal könnte es schon drei Wochen vorher ausverkauft sein!
www.patrickwolf.com
www.tomlab.de