The New Yorker at 100


Film
Dokumentarfilm

2025
97 Minuten
In der TMDB
In der IMDB
Bewertung
imdb
- - -
mh-Community
7,0
Schlagworte
Journalismus

Aktionen

Als eingeschaltener Nutzer könntest Du hier in Aktion treten
Schauspieler Typ mh
Jesse Eisenberg Person
Jon Hamm Person
Sarah Jessica Parker Person
Julianne Moore Person
Truman Capote Person
Molly Ringwald Person
James Baldwin Person
Dick Cavett Person
Roz Chast Person
Ronan Farrow Person
Ronny Chieng Person
Hilton Als Person
Carol Burnett Person
David Remnick Person
Françoise Mouly Person
Nick Paumgarten Person
Paul Moakley Person
Richard Brody Person
Jon Lee Anderson Person
Kelefa Sanneh Person
Tina Brown Person
Chimamanda Ngozi Adichie Person
Regisseur Typ mh
Marshall Curry Person

Gesehen von


motorhorst
8
31.01.2026

Christian_alternakid
6
16.03.2026

Auf der Watchlist von

keinem Motorjugendlichen. Hallo, wie das?

Kommentare

8

motorhorst am 31.01.2026 um 14:32 Uhr:

Wie wird man der ikonischen Zeitschrift The New Yorker und ihrer 100jährigen Geschichte in nicht einmal 100 Minuten gerecht? Natürlich nie vollkommen bzw. zu 100%, um im Stilmittel zu bleiben. Zu umfassend ist der spektakuläre Werdegang der Wochenzeitschrift, die wir alle vor ein paar Jahren testabonniert und nicht gelesen haben, um den Jutebeutel als Incentive zu bekommen und damit stolz durch die Kaffehäuser der Stadt zu flanieren.

Die Ausschnitte aus der Historie sind allesamt eindrucksvoll: Der Hiroshima-Artikel von John Hersey, der das Augenmerk auf das Schicksal der Opfer des Atombombenabwurfes lenkte, die Artikel von James Baldwin oder die vierteilige Veröffentlichung von Truman Capotes In Cold Blood. Überhaupt die Autoren, auch Prominenten, die inzwischen für den New Yorker schreiben, wie Molly Ringwald, Coming-of-Age-Ikone der 80er oder Jesse Eisenberg, ist die Begeisterung und Ehre anzumerken, die es für sie darstellt, im New Yorker zu erscheinen. Anhand der bewegten Geschichte der Chefredakteure hangelt sich dieses Netflix-Special durch das vergangene Jahrhundert.

Viel zu kurz, Lust auf Magazine und Journalismus weckend, das ist diese Dokumentation und deshalb ist es auch nur konsequent, dass wir gleich wieder ein Abo abschließen. Der Stapel in der Ecke muss höher werden.
6

Christian_alternakid am 03.02.2026 um 13:26 Uhr:

Ah schön zu hören, konnte mir nicht recht vorstellen, dass die Dokumentation funktionieren kann.
Ich habe ja den New Yorker jetzt seit 7 (?) Jahren abonniert und halte ihn schlicht für die beste Zeitschrift der Welt. Kein Magazin jemals hat mich dazu gebracht, mir so viele Seiten über Themen reinzuziehen, die mich wirklich gar nicht interessieren, einfach weil es so gut geschrieben ist und doch jeder Artikel noch seinen Mehrwert bringt. Faszinierend in seiner Verweigerung jeglicher Modernisierung. Artikel sind einfach Wortwüsten über 10 eng bedruckte Seiten ohne Fotos (manchmal auch noch länger). Aber eben deep dive, professionell, interessant - und gut geschrieben.
Mein einziges Problem: seit ich den New Yorker lese (wöchentlich!) komme ich zu fast keiner anderen Zeitung mehr, es ist ein ständiges Hinterherhecheln dem neuesten Magazin nach.
1 |
8

motorhorst am 03.02.2026 um 15:05 Uhr:

Genau die Punkte, die Du ansprichst kommen da gut zur Geltung. Also wie viel Akribie tatsächlich in Themenauswahl, Typo, Cover und selbst Rechtschreibung und Wortwahl gesetzt wird. Das kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Einmal an so einer Schlusskorrektur teilnehmen und ich wäre fertig.
6

Christian_alternakid am 16.03.2026 um 12:59 Uhr:

(Dieser Kommentar wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.03.2026 um 13:01 Uhr.)
Eine berechtigte Hagiographie über das beste journalistische Magazin der Welt (ich mein, wenn der größte Kritikpunkt deines Films ist, dass das berühmteste "Doku-Fiction"-Buch und Year Zero fürs komplette "True Crime"-Genre, nämlich Truman Capotes "In Cold Blood", zuerst im New Yorker als Reportage veröffentlicht wurde, kann man sich vorstellen, wie hoch die Ehrfurcht von "The New Yorker at 100" vor seinem Sujet ist).

Am schönsten sind die Einblicke in den Arbeitsalltag im Magazin, wenn die fast schon irrwitzige Sorgfalt in der Produktion dieser Texte herausgearbeitet wird. Vom Aufwand, den die Reporter betreiben, über den elaborierten Auswahlprozess der einzelnen Texte, Titelbilder und Cartoons bis letztlich zum Fact Checking Department - das alles in der Welt des Clickbaits und der Fake News der Social Media Ära zu sehen, ist so gut, dass es schon an ein absurdes Märchen grenzt, zu was Journalismus auch fähig wäre.

Schönste Geschichte: wenn das Fact Checking Dept erzählt, dass in der Zwischenzeit sogar die Schatteneintrittswinkel auf den Titelbild-Zeichnungen geprüft werden und selbstredend auch selbst die Cartoons gefactchecked* werden.

--
* Ursache des Cartoon-Fact-Checkings war dieser Sketch über einen Pinguin, der über sich selbst sagt "Actually, I prefer the term arctic-american", doch Pinguine leben nur am Südpol, nicht aber in der Arktik:

Pinguin-Cartoon



Kommentieren

Um zu kommentieren, muss man eingeschaltenes Mitglied der motorjugend sein.

Die Medien-Datenbank verwendet die TMDb API, steht aber in keiner Verbindung zur TMDb oder ist von dieser in irgendeiner Weise zertifiziert.