EIn Throwback zu den Serienkiller-Filmen der 90er, der sich im Zeichnen seiner zwischenmenschnlichen Beziehung auch gern an "Sieben", die Krone des Genres anlehnen möchte. Dass letzteres natürlich mehrere Regale zu hoch liegt, muss ich wahrscheinlich kaum erwähnen. "The Little Things" ist aber stimmungsvoll inszeniert und hochnamig besetzt, wobei Rami Malek mit seiner Rolle überfordert wirkt und Jared Leto natürlich wieder die Jared-Leto-Show abzieht (allerdings tatsächlich die erinnerungswürdigste Performance liefert). Denzel trägt wiedermal die Last der Welt auf den Schultern und spielt auch so.
Verstehe die zum Gutteil schlechten Kritiken nicht unbedingt, da "The Little Things" schon durchgehend fesselt. John Lee Hancock scheitert allerdings an seinem zugrundeliegenden Konzept: auf der einen Seite dekonstruiert er das Serienkillergenre in "The Little Things" vom Ende her, aber kann gerade dort die dem Film zugrundeliegende moralische Ambiguität nicht ausreichend zuspitzen, so dass sein eigentlich zynisches/deprimierendes/ernüchterndes Ende nicht so landet wie es wohl beabsichtigt war.
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Christian_alternakid am 16.01.2023 um 09:59 Uhr:
Verstehe die zum Gutteil schlechten Kritiken nicht unbedingt, da "The Little Things" schon durchgehend fesselt. John Lee Hancock scheitert allerdings an seinem zugrundeliegenden Konzept: auf der einen Seite dekonstruiert er das Serienkillergenre in "The Little Things" vom Ende her, aber kann gerade dort die dem Film zugrundeliegende moralische Ambiguität nicht ausreichend zuspitzen, so dass sein eigentlich zynisches/deprimierendes/ernüchterndes Ende nicht so landet wie es wohl beabsichtigt war.