| Schauspieler | Typ | mh |
|---|---|---|
| Samira Wiley | Person | |
| Madeline Brewer | Person | |
| Bradley Whitford | Person | |
| Elisabeth Moss | Person | |
| Ann Dowd | Person | |
| Michael Biehn | Person | |
| Joseph Fiennes | Person | |
| Renée Zellweger | Person | |
| Jason Bateman | Person | |
| Alexis Bledel | Person | |
| O.T. Fagbenle | Person | |
| Max Minghella | Person | |
| Yvonne Strahovski | Person | |
| Amanda Brugel | Person | |
| Satan's Little Helper | Film |
| Regisseur | Typ | mh |
|---|---|---|
| Lou Antonio | Person |
barracuda am 23.04.2020 um 12:46 Uhr:
Die dystopische Wucht und betrübende Stimmung der ersten beiden Staffeln ist einer revolutionären Selbstermächtigungsstory der Hauptfigur gewichen (im Rahmen von Gilead natürlich, wenngleich man sich schon wundert, welche Freiheiten sich June rausnehmen kann). Das ist einerseits natürlich schön und gibt der Serie einen hoffnungsvollen Unterton (keine Sorge: es gibt noch genügend Rückschläge für die obligatorische Melodramatik). Andererseits verschwindet dadurch das extreme Schauern und man hat nicht mehr durchgehend Angst um June. Und: Diesmal darf man sowas wie Gerechtigkeit erleben …
Elisabeth Moss fand ich in den Close-ups irgendwie nicht mehr ganz so dringlich wie in Staffel 1/2 – eher etwas überambitioniert? Ingesamt war die Performance aber natürlich trotzdem super. Einige der anderen Hauptfiguren konnten ihre Ambivalenz weiter schärfen (Serena Joy, Fred, Tante Lydia) – diesmal auch ohne Flashbacks. Obwohl, Lydia darf zurückblicken, aber so richtig erklärt das ihr Werdung nicht, finde ich).
Übrigens, immer wieder (und viel häufiger als in den vorherigen Seasons, zumindest gefühlt) werden Szenen (Intro, Outro, mittendrin) mit vermeintlich fröhlichen Popsongs (auch mal Beethoven) untermalt. Damit sollen wohl mehr oder weniger subtile Statements zur Serie abgegeben werden. Nett, aber das ein oder andere Mal auch etwas platt.
Fazit: Also mit kleinen Abstrichen im Ganzen immer noch sehr gut. Persönlich hätte ich mir zwar vorstellen können, dass die Serie jetzt endet: mit einem spannenden, berührenden Finale, aber ganz ohne Happy-End für June und Familie. Aber nachdem die vierte Staffel schon in Arbeit ist, wurde die letzte Szene von den Produzenten wohl anders interpretiert. Und wenn Corona irgendwann die Dreharbeiten wieder zulässt: Bin bei Staffel 4 noch mal dabei.