| Schauspieler | Typ | mh |
|---|---|---|
| Marie-Luise Marjan | Person | |
| Wolfgang Grönebaum | Person | |
| Heinz Schacht | Person | |
| Michaela Henner | Person | |
| Hans Schulze | Person | |
| Doris Gallart | Person | |
| Edda Dohrmann-Pastor | Person | |
| Wolff Lindner | Person | |
| Rudolf Jürgen Bartsch | Person | |
| Wilfried Szubries | Person | |
| Konrad Horschik | Person | |
| Alf Pankarter | Person | |
| Jakob Gröblighoff | Person | |
| Jürgen Hilken | Person | |
| C.W. Koch | Person |
| Regisseur | Typ | mh |
|---|---|---|
| Wolfgang Petersen | Person |
Christian_alternakid am 19.04.2023 um 08:05 Uhr:
"Smog" ist ein aktivistischer Umweltaufrüttelfilm der vorangegangenen Generation, ein Nachzeichnen, was denn geschehen würde, wenn sich Smog über das Ruhrgebiet läge. Verkehr wird eingestellt, Ignoranten würden trotzdem an ihren Lenkrädern festkleben und über die Straßen cruisen, das "Großkapital" spielt blinde Kuh, die Politik will die notwendigen Maßnahmen erst spät ziehen, nur das Fernsehen berichtet gnadenlos und informiert die Bewohner im Einzugsgebiet des WDR vortrefflich über Zustand und Gefahren.
Kein Wunder, dass drei CDU Abgeordnete im Landtag Maßnahmen gegen den Film forderten, da er einen „schweren Rückschlag“ für die „Attraktivierung des Ruhrreviers" darstellen würde.
Petersen arbeitet geschickt mit einer Verschränkung von dokumentarischen Elementen, täuschend echt nachgestellten Sondersendungen und fiktionalisierter Spielfilmhandlung und schafft so eine Gleichzeitigkeit aus Nachspielen des zu erwartbaren Ablaufs mit einer Emotionalisierung, die auch vor harten Entscheidungen nicht zurück schreckt. Denn auch wenn am Ende das Leben weiter geht, die Schlöte wieder rauchen, die Autos auspuffen und die Politik erklären kann, dass es deutlich weniger Tote als bei einem ähnlichen Vorfall in Großbritannien gab - das kleine Baby einer Familie ist wegen des Smogs verstorben und verunmöglicht für den Zuschauer damit alle Relativierungen.
"Smog" ist eine Schwester im Geiste zu "Das Millionenspiel" und sicher nicht zufällig ebenfalls von Wolfgang Menge geschrieben.
"Das Millionenspiel" als Vision eines aus dem Ruder laufenden Sensationsfernsehens war sicher der spekulativere Film, allerdings auch der aufregendere.