Gerade noch vot der Oscar-Verleihung gesehen und dann ja auch mit den genau richtigen Preisen ausgestattet.
Bildgewaltig und vom ersten Moment an mit den ganz großen WTF?-Momenten in jeder Hinsicht (Drehbuch, Kamera, Soundtrack).
Wie jeder moderne Film natürlich viel zu lang (ist schon interessant, wenn man denkt, welchen Oscar-Kandidaten man anschaut und die Wahl hat, einen Kurzfilm mit 2 Stunden zu sehen oder halt auf bis zu 3,5 Stunden hochzujazzen. Wer did it all go wrong? Ihr müsste keine Serienstaffel in einen Film packen, ihr Spinner).
Ein Fest des Grotesken, manchmal schon zu sehr for its own good.
Lanthimos klinisch-negativer Menschenblick rettet "Poor Things" oft vom Abdriften in ein Gilliam-esques Theater und erhält dem Film die notwendige Gemeinheit in seinem Märchen des Bösen. Für mich persönlich stelle ich fest, dass ich zu Lanthimos Gegenwartsfilme einen emotionaleren Zugang finde, was gerade deshalb wichtig ist, da seine Werke nun ja nicht von einer gerade erzählten Geschichte her fesseln.
Interessant, dass "Poor Things" trotz seiner nicht notwendigen Überlänge im Fortschreiten der Spieldauer besser und gerade nicht langweiliger wird. Bin mir noch nicht sicher, wie Lanthimos das geschafft hat, aber womöglich liegt es darin begründet, dass Bella sich vom reinen sozialen Irritant zum Agenten ihrer selbst ermächtigt und der Film damit eine Stimme erhält, wo er vorher nur ein Lärm war.
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motorhorst am 11.03.2024 um 07:02 Uhr:
Bildgewaltig und vom ersten Moment an mit den ganz großen WTF?-Momenten in jeder Hinsicht (Drehbuch, Kamera, Soundtrack).
Wie jeder moderne Film natürlich viel zu lang (ist schon interessant, wenn man denkt, welchen Oscar-Kandidaten man anschaut und die Wahl hat, einen Kurzfilm mit 2 Stunden zu sehen oder halt auf bis zu 3,5 Stunden hochzujazzen. Wer did it all go wrong? Ihr müsste keine Serienstaffel in einen Film packen, ihr Spinner).
Christian_alternakid am 24.11.2024 um 10:17 Uhr:
Lanthimos klinisch-negativer Menschenblick rettet "Poor Things" oft vom Abdriften in ein Gilliam-esques Theater und erhält dem Film die notwendige Gemeinheit in seinem Märchen des Bösen. Für mich persönlich stelle ich fest, dass ich zu Lanthimos Gegenwartsfilme einen emotionaleren Zugang finde, was gerade deshalb wichtig ist, da seine Werke nun ja nicht von einer gerade erzählten Geschichte her fesseln.
Interessant, dass "Poor Things" trotz seiner nicht notwendigen Überlänge im Fortschreiten der Spieldauer besser und gerade nicht langweiliger wird. Bin mir noch nicht sicher, wie Lanthimos das geschafft hat, aber womöglich liegt es darin begründet, dass Bella sich vom reinen sozialen Irritant zum Agenten ihrer selbst ermächtigt und der Film damit eine Stimme erhält, wo er vorher nur ein Lärm war.