Man muss Roger Fritz wirklich zugute halten, dass er in "Mädchen: Mit Gewalt" etliche Seherwartungen unterläuft. Seine Geschichte um zwei misogyne Typen, die die nächste Braut aufreissen wollen und im Zweifel sich bei Widerwillen eben nehmen, was ihnen aus ihrer Sicht "zusteht", beginnt als deutscher 'Reveneamatic', biegt aber ständig ab. Das ist einerseits frustrierend, wenn sich die drei Figuren in dieser Kiesgrube der Hölle wie in einem Kammerspiel über Stunden ständig gegenseitig an den Rand des Erträglichen bringen, hat aber womöglich dadurch sogar einen tieferen Impact als wenn sich die Rachegewalt der Frau Bahn brechen würde. Denn am Ende scheint Fritz sagen zu wollen, dass die Strukturen der Gesellschaft es der Frau so verunmöglichen, sich selbst zu behaupten, dass sie selbst den Gedanken an das Aufbegehren schon erschlagen.
Frustrierend, aber auf dieser Ebene auch verstörend.
Stark: Klaus Löwitsch als Verkörperung ausgestellt viriler, aber im Grunde völlig verunsicherter Männlichkeit.
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Christian_alternakid am 11.03.2025 um 09:41 Uhr:
Frustrierend, aber auf dieser Ebene auch verstörend.
Stark: Klaus Löwitsch als Verkörperung ausgestellt viriler, aber im Grunde völlig verunsicherter Männlichkeit.