Köln 75


Film
Drama

2025
116 Minuten
In der TMDB
In der IMDB
Bewertung
imdb
7.3
mh-Community
7,0
Schlagworte
Jazz

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Auszeichnungen

Schauspieler Typ mh
John Magaro Person
Corey Johnson Person
Alexander Scheer Person
Ulrich Tukur Person
Patrick Joswig Person
Uwe Preuss Person
Jördis Triebel Person
Nikolai Kinski Person
Marie-Lou Sellem Person
Jürgen Rißmann Person
Michael Chernus Person
Julius Feldmeier Person
Susanne Wolff Person
Enno Trebs Person
Michael del Coco Person
Mala Emde Person
Moritz Heidelbach Person
Tonio Schneider Person
Leo Meier Person
Peter Sikorski Person
Tobias Lange Person
Christina Schumacher Person
Shirin Lilly Eissa Person
Regisseur Typ mh
Ido Fluk Person

Gesehen von


Christian_alternakid
7
17.02.2025

Auf der Watchlist von

keinem Motorjugendlichen. Hallo, wie das?

Kommentare

7

Christian_alternakid am 17.02.2025 um 09:47 Uhr:

Ein Film über ein Konzert, aber kein Konzertfilm! "Köln 75" erzählt von dem mythenumrankten Auftritt des Jazz-Pianisten Keith Jarrett, dessen Mitschnitt "The Köln Concert" die meistverkaufte Jazz-Soloplatte und meistverkaufte Klavier-Soloplatte werden sollte.

Doch Ido Fluk konzentriert sich zunächst nicht auf den legendär schwierigen Meister, der dafür bekannt ist, Konzerte bei Zuschauerhustereien abzubrechen*, sondern auf die junge Vera Brandes, die mehr durch Zufall als Teenager schon Konzert-Bookerin für Jazzkünstler wird und sich in den Kopf setzt, gegen alle Widerstände einen Jarrett-Auftritt in der Kölner Oper zu organiseren (wobei man sagen muss, dass die 29jährige Mala Emde in der Hauptrolle kaum glaubhaft als 16-18jährige durchgeht. Diesen Makel macht sie allerdings mit einer übersprühenden Spielfreude wieder wett). Die Widerstände sind nicht nur das Hochkultur-Establishment (damals Jazz wohl noch ein Zeichen für Wildheit. Kein Wunder, dass im Jahr darauf Punk um die Ecke kam...) und Elternhaus (Tukur in einer wunderbar grimmigen Rolle als scheltender Vater), sondern auch ein verstimmtes Klavier und Jarretts Befindlichkeiten.

Ido Fluks Film teilt sich in drei Parts: das Werden der Vera Brandes, die Anreise des Keith Jarrett und letztlich das Zustandekommen des Konzerts selbst. Dass der Film dabei nicht zerfällt, ist auch seiner wirklich freshen Inszenierung zu verdanken, die näher an "24 Hour Party People" ist als man bei einem Film über ein Jazzkonzert in Köln vermuten möchte. Auch wenn die überdramatisierte Zuspitzung im letzten Part etwas zu arg wirkt, ist Fluk ein mitreissender Film gelungen, der alle Fallen des Prätentiösen vermeidet und lieber eine Teenie-Geschichte übers Wachsen an Widrigkeiten erzählen will.


* In der Pressevorführung wurde ich auch nach einem Huster angeraunzt. Das scheint dieses immersive Filmerlebnis zu sein, von dem immer alle sprechen.



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