| Schauspieler | Typ | mh |
|---|---|---|
| John Magaro | Person | |
| Corey Johnson | Person | |
| Alexander Scheer | Person | |
| Ulrich Tukur | Person | |
| Patrick Joswig | Person | |
| Uwe Preuss | Person | |
| Jördis Triebel | Person | |
| Nikolai Kinski | Person | |
| Marie-Lou Sellem | Person | |
| Jürgen Rißmann | Person | |
| Michael Chernus | Person | |
| Julius Feldmeier | Person | |
| Susanne Wolff | Person | |
| Enno Trebs | Person | |
| Michael del Coco | Person | |
| Mala Emde | Person | |
| Moritz Heidelbach | Person | |
| Tonio Schneider | Person | |
| Leo Meier | Person | |
| Peter Sikorski | Person | |
| Tobias Lange | Person | |
| Christina Schumacher | Person | |
| Shirin Lilly Eissa | Person |
| Regisseur | Typ | mh |
|---|---|---|
| Ido Fluk | Person |
Christian_alternakid am 17.02.2025 um 09:47 Uhr:
Doch Ido Fluk konzentriert sich zunächst nicht auf den legendär schwierigen Meister, der dafür bekannt ist, Konzerte bei Zuschauerhustereien abzubrechen*, sondern auf die junge Vera Brandes, die mehr durch Zufall als Teenager schon Konzert-Bookerin für Jazzkünstler wird und sich in den Kopf setzt, gegen alle Widerstände einen Jarrett-Auftritt in der Kölner Oper zu organiseren (wobei man sagen muss, dass die 29jährige Mala Emde in der Hauptrolle kaum glaubhaft als 16-18jährige durchgeht. Diesen Makel macht sie allerdings mit einer übersprühenden Spielfreude wieder wett). Die Widerstände sind nicht nur das Hochkultur-Establishment (damals Jazz wohl noch ein Zeichen für Wildheit. Kein Wunder, dass im Jahr darauf Punk um die Ecke kam...) und Elternhaus (Tukur in einer wunderbar grimmigen Rolle als scheltender Vater), sondern auch ein verstimmtes Klavier und Jarretts Befindlichkeiten.
Ido Fluks Film teilt sich in drei Parts: das Werden der Vera Brandes, die Anreise des Keith Jarrett und letztlich das Zustandekommen des Konzerts selbst. Dass der Film dabei nicht zerfällt, ist auch seiner wirklich freshen Inszenierung zu verdanken, die näher an "24 Hour Party People" ist als man bei einem Film über ein Jazzkonzert in Köln vermuten möchte. Auch wenn die überdramatisierte Zuspitzung im letzten Part etwas zu arg wirkt, ist Fluk ein mitreissender Film gelungen, der alle Fallen des Prätentiösen vermeidet und lieber eine Teenie-Geschichte übers Wachsen an Widrigkeiten erzählen will.
* In der Pressevorführung wurde ich auch nach einem Huster angeraunzt. Das scheint dieses immersive Filmerlebnis zu sein, von dem immer alle sprechen.