Das Private ist politisch, na klar, doch das Politische zieht auch ins Private: Ein progressives Ehepaar aus der Künstler- und Intellektuellen-Szene Ankaras - er Theaterautor & Professor, sie Bühnenstar - trifft die volle Wucht eines autoritären Regimes, nachdem beide die üblichen Gefälligkeiten verweigern, zu Demonstrationen gehen und sich auf Social Media äussern. Stücke werden abgesetzt, Professorenstühle entzogen und letztlich gar mit einer Anklage wegen Anstiftung zu Terrorismus gewedelt.
Was macht das mit dem Binnenkonstrukt einer Beziehung? Wie sehr vermag ein autoritärer Staat einen Keil auch in das innigste Verhältnis zu treiben, selbst wenn man sich politisch doch einig ist? Das ist die interessante Frage, die Ilker Catak in seinem ersten Film seit dem auslandsoscarnominierten Erfolg "Das Lehrerzimmer" stellt. Zwar benötigt er lange und nicht unbedingt notwendige zwei Stunden zur Verhandlung dieses Punkts, doch gerade der letzte Akt überzeugt in seiner Dringlichkeit, in diesem vor allem von Özgü Namal stark gespielten Film.
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Christian_alternakid am 14.02.2026 um 14:21 Uhr:
Was macht das mit dem Binnenkonstrukt einer Beziehung? Wie sehr vermag ein autoritärer Staat einen Keil auch in das innigste Verhältnis zu treiben, selbst wenn man sich politisch doch einig ist? Das ist die interessante Frage, die Ilker Catak in seinem ersten Film seit dem auslandsoscarnominierten Erfolg "Das Lehrerzimmer" stellt. Zwar benötigt er lange und nicht unbedingt notwendige zwei Stunden zur Verhandlung dieses Punkts, doch gerade der letzte Akt überzeugt in seiner Dringlichkeit, in diesem vor allem von Özgü Namal stark gespielten Film.