Poliziottesco vom Eurocrime-Großmeister Fernando Di Leo. Ziemlich dreckig erzählt (über das Frauenbild in "The Boss" müsste man vielleicht auch mal reden) und angemessen hart, aber mich bis zur Hälfte auch gut verwirrend, welcher Schnauzbartträger jetzt hier Gangster, Baulöwe, Polizist oder alles zusammen ist und wer gegen wen spielt*.
"Milano Kaliber 9", den dritten Teil von Di Leos Trilogie, fand ich zwar besser, aber "The Boss" ist sicher ein gutes Exemplar im Bereich europäisches Exploitation-Kino der 70er.
* wie schon bei "Milano Kaliber 9" scheint auch diesmal wieder die deutsche Synchro (gab nur die auf amazon prime) den politischen Subtext von Di Leo komplett entfernt zu haben. Zusätzlich sind hier aber laut Schnittbericht** etliche erklärende Gespräche weggefallen, die dann wahrscheinlich erklären, warum ich ewig gebraucht habe, die ganzen Zusammenhänge ansatzweise zu verstehen. Das ist natürlich bescheuert. Was dachte man sich denn im deutschen Verleih in den 70ern? Dass es eh nur um Action geht und deshalb wurscht ist, wer wen warum erschießt?
Christian_alternakid am 07.10.2020 um 17:10 Uhr:
"Milano Kaliber 9", den dritten Teil von Di Leos Trilogie, fand ich zwar besser, aber "The Boss" ist sicher ein gutes Exemplar im Bereich europäisches Exploitation-Kino der 70er.
* wie schon bei "Milano Kaliber 9" scheint auch diesmal wieder die deutsche Synchro (gab nur die auf amazon prime) den politischen Subtext von Di Leo komplett entfernt zu haben. Zusätzlich sind hier aber laut Schnittbericht** etliche erklärende Gespräche weggefallen, die dann wahrscheinlich erklären, warum ich ewig gebraucht habe, die ganzen Zusammenhänge ansatzweise zu verstehen. Das ist natürlich bescheuert. Was dachte man sich denn im deutschen Verleih in den 70ern? Dass es eh nur um Action geht und deshalb wurscht ist, wer wen warum erschießt?
** https://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=2998
(amazon prime, leider wie dargelegt: nur die inhaltlich entstellte gekürzte Version)