In seinen jazzigen, rauhen Bildern der New Yorker Nacht wirkt "Sweet Smell of Success" (unpassender deutscher Schmonzetten-Titel: "Dein Schicksal in meiner Hand") beinah wie ein Vorläufer zur Bildsprache der Nouvelle Vague. Mackendrick erzählt eine vielschichtige, anfangs gar nicht leicht zu durchschauende Geschichte, in der alle Hauptprotagonisten auf ihre Weise amoralische, zynische Charaktere sind.
Der PR-Mann, der millionenfach gelesene Kolumnist, sein Konkurrent, der für die ihm zugeführte Frau ein Schmiergeschichten in der Zeitung platziert... schon erstaunlich, wie tief im Dreck des Zwischenmenschlichen dieser Film von 1957 steht.
P.S.: Dass die Vorlage der Geschichte sogar umbenannt werden musste, weil man damals das Wort "Smell" nicht in Zeitungen schreiben wollte, scheint mir da doch das kleinste Problem gewesen zu sein: "Lehman’s story had originally appeared in the April 1950 issue of Cosmopolitan, renamed "Tell Me About It Tomorrow!" because the editor of the magazine did not want the word "smell" in the publication."
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Christian_alternakid am 23.01.2025 um 09:36 Uhr:
Der PR-Mann, der millionenfach gelesene Kolumnist, sein Konkurrent, der für die ihm zugeführte Frau ein Schmiergeschichten in der Zeitung platziert... schon erstaunlich, wie tief im Dreck des Zwischenmenschlichen dieser Film von 1957 steht.
P.S.: Dass die Vorlage der Geschichte sogar umbenannt werden musste, weil man damals das Wort "Smell" nicht in Zeitungen schreiben wollte, scheint mir da doch das kleinste Problem gewesen zu sein: "Lehman’s story had originally appeared in the April 1950 issue of Cosmopolitan, renamed "Tell Me About It Tomorrow!" because the editor of the magazine did not want the word "smell" in the publication."