ROCKER'S AREA
Bereits zu Beginn wird noch einmal klar gestellt, dass hier nicht eine Band spielt, sondern der namensgebende Sänger/Gitarrist der Star ist. Während die anderen vier Mitglieder bereits auf der Bühne stehen und ein Lärminferno starten, steht JD noch unscheinbar mitten im Publikum, um dann effektvoll auf die Bühne zu steigen und sich sein Bonus-"Woohoo" abzuholen. Das Set beginnt mit drei neuen Stücken und bereits bei den ersten Zeilen stellt man schon mal beeindruckt fest, was Sunny Vollherbst für einen großartigen Sound hingezaubert hat, man versteht wirklich jedes Wort, was gerade in kleineren Clubs doch oft problematisch ist, Hut ab.
Die neuen Stücke klingen sehr gut, lassen aber auch ein klein wenig den Gedanken aufkommen, hier möchte jemand rocken wie Kante auf "Die Tiere sind unruhig" - wurde hier eventuell der Lehrmeister zum gelehrigen Schüler? Danach folgen ausgewählte Blumfeld-Stücke, abwechselnd mit Solo-Songs, so dass sich am Ende mit 8:7 die Solo- und Band-Lieder beinahe die Waage halten. Eine durchaus stimmige und nachvollziehbare Mischung bzw. Songauswahl im Übrigen. Bei den späteren neuen Stücken weicht der Kante-Vergleich ein wenig (außer beim großartigen "Hinter der Musik", das noch einmal ganz laut und gitarrenlastig das normale Set beendet). Stücke wie "Nur mit Dir" oder "Lass uns Liebe sein" passen sich gut in die Blumfeld-Spätphase ein und werden von entsprechenden Stücken aus "Testamant der Angst" oder "Jenseits von Jedem" umrahmt.
Jenseits von Jedem mit seinen mehr als 10 Minuten ist dann auch der erste Zugaben-Block, während abschließend "Murmel", das ebenso an "Jenseits von Jedem" erinnert, das Konzert abschließt.
Die Meinungen danach waren geteilt und gingen von "schönes Blumfeld-Konzert" bis "Wozu musste man da Blumfeld auflösen?", grundsätzlich waren aber alle doch zufrieden. Die klimatischen Verhältnisse im Cairo waren einmal mehr tropisch, aber erneut (wie schon bei Final Fantasy erlebt), spendierten die Veranstalter großzügig Wasserflaschen, die im Publikum herumgereicht wurden. Das dürfte einzigartig in der deutschen Veranstaltungslandschaft sein und soll an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich lobend hervorgehoben werden, danke stede und Team, dass es das Cairo gibt, danke {P:björnstar} für das Distelmeyer-Konzert.
Setlist
Wohin mit dem Hass
Einfach so
Er
Ich - wie es wirklich war
Heiß die Segel
Bleiben oder Gehen
Status Quo Vadis
Lass Uns Liebe sein
2 oder 3 Dinge, die ich von Dir weiß
Nur mit Dir
Wir sind frei
Hinter der Musik
Zugabe 1: Jenseits von Jedem
Zugabe 2: Murmel
Am 28.08. erscheint die erste Single "Lass uns Liebe sein".
Offizielle Webseite mit Hörprobe "Wohin mit dem Hass"
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Neues vom Apfelmann
Sonntag, 19.07.2009 | 3 Kommentare | motorhorst
Jochen Diestelmeyer spielt solo im Cairo in Würzburg
Am 25.09. erscheint das erste Soloalbum von Jochen Distelmeyer "Heavy", fast zweieinhalb Jahre nach der Abschiedstour und Auflösung seiner wegweisenden Band Blumfeld. Im wunderbaren Cairo in Würzburg fand nun eines der ersten Konzerte statt, auf denen Jochen Distelmeyer Stücke seines neuen Albums präsentiert. Dabei hat er eine Band, die mit Lars Precht am Bass einen ungeliebten alten Bekannten und mit Henning Watkinson an der Gitarre ein Mitglied vom Jeans Team beinhaltet.Bereits zu Beginn wird noch einmal klar gestellt, dass hier nicht eine Band spielt, sondern der namensgebende Sänger/Gitarrist der Star ist. Während die anderen vier Mitglieder bereits auf der Bühne stehen und ein Lärminferno starten, steht JD noch unscheinbar mitten im Publikum, um dann effektvoll auf die Bühne zu steigen und sich sein Bonus-"Woohoo" abzuholen. Das Set beginnt mit drei neuen Stücken und bereits bei den ersten Zeilen stellt man schon mal beeindruckt fest, was Sunny Vollherbst für einen großartigen Sound hingezaubert hat, man versteht wirklich jedes Wort, was gerade in kleineren Clubs doch oft problematisch ist, Hut ab.
Die neuen Stücke klingen sehr gut, lassen aber auch ein klein wenig den Gedanken aufkommen, hier möchte jemand rocken wie Kante auf "Die Tiere sind unruhig" - wurde hier eventuell der Lehrmeister zum gelehrigen Schüler? Danach folgen ausgewählte Blumfeld-Stücke, abwechselnd mit Solo-Songs, so dass sich am Ende mit 8:7 die Solo- und Band-Lieder beinahe die Waage halten. Eine durchaus stimmige und nachvollziehbare Mischung bzw. Songauswahl im Übrigen. Bei den späteren neuen Stücken weicht der Kante-Vergleich ein wenig (außer beim großartigen "Hinter der Musik", das noch einmal ganz laut und gitarrenlastig das normale Set beendet). Stücke wie "Nur mit Dir" oder "Lass uns Liebe sein" passen sich gut in die Blumfeld-Spätphase ein und werden von entsprechenden Stücken aus "Testamant der Angst" oder "Jenseits von Jedem" umrahmt.
Jenseits von Jedem mit seinen mehr als 10 Minuten ist dann auch der erste Zugaben-Block, während abschließend "Murmel", das ebenso an "Jenseits von Jedem" erinnert, das Konzert abschließt.
Die Meinungen danach waren geteilt und gingen von "schönes Blumfeld-Konzert" bis "Wozu musste man da Blumfeld auflösen?", grundsätzlich waren aber alle doch zufrieden. Die klimatischen Verhältnisse im Cairo waren einmal mehr tropisch, aber erneut (wie schon bei Final Fantasy erlebt), spendierten die Veranstalter großzügig Wasserflaschen, die im Publikum herumgereicht wurden. Das dürfte einzigartig in der deutschen Veranstaltungslandschaft sein und soll an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich lobend hervorgehoben werden, danke stede und Team, dass es das Cairo gibt, danke {P:björnstar} für das Distelmeyer-Konzert.
Setlist
Wohin mit dem Hass
Einfach so
Er
Ich - wie es wirklich war
Heiß die Segel
Bleiben oder Gehen
Status Quo Vadis
Lass Uns Liebe sein
2 oder 3 Dinge, die ich von Dir weiß
Nur mit Dir
Wir sind frei
Hinter der Musik
Zugabe 1: Jenseits von Jedem
Zugabe 2: Murmel
Am 28.08. erscheint die erste Single "Lass uns Liebe sein".
Offizielle Webseite mit Hörprobe "Wohin mit dem Hass"
Kommentare
Das tragische an Distelmeyer-Setlists ist ja: Das bleibt jetzt vermutlich für sechs Monate so, die Überraschungen beim eigenen Konzertbesuch dürfte also ausbleiben. In den Youtube Videos aus Essen hat mich zudem die Dauerpräsenz vom Prechtmittel fertig gemacht. Zur Musik hingegen sei gesagt: Das geht in eine mir angenehme Richtung. Herzlichen Dank.
Ich würde nicht verzagen: Da es auf youtube einen Live-Song "Ich will mehr" gab (bevor Sony wütete) und die taz unter anderem "Alles macht weiter" und "Verstärker" gehört haben will, würde ich doch vermuten, dass Herr Distelmeyer durchaus variiert.
Und wenn: Die Songs sind doch eh bekannt, mit Variation oder auch ohne!


