MEDIALES
Eine beliebte Rubrik im Magazin der Süddeutschen Zeitung heißt "Verblasste Mythen". Dort würde ich gerne mal das "Phrasenschwein" des DSF-Fußballstammtisches „Doppelpass“ landen sehen.
Die Grundidee des Phrasenschweins war keine schlechte: Da die Fußballberichterstattung, vor allem die Diskussion über Fußball an und für sich zu großen Teilen aus Plattitüden und Floskeln besteht, führte man bei Start des Doppelpasses das Phrasenschwein ein. Jede Fußballphrase innerhalb der Diskussion wurde damit bestraft, dass der Aussprechende 5 Mark (inzwischen 3 Euro) in das Schwein werfen musste. Am Saisonende wurde der Inhalt dann einem wohltätigen Zweck übergeben.
Die Probleme in der Praxis:
1. Damals war Jörg Wontorra nicht der Moderator.
2. Keiner der Teilnehmer kann zwischen Sprichwörtern, allgemeinem Schwachsinn und tatsächlichen Phrasen unterscheiden.
3. Da jede Phrase durch einen sofortigen Jingle des "Trio La Haze" untermalt und der Redefluss des Übeltäters unterbrochen wurde (begleitet vom hämisch-debilen Gelächter Wontorras), erstickten auf diese Weise während einer Sendung etliche Gedankengänge im Keim und durchaus Erwähnenswertes wurde niemals zu Ende gesprochen.
4. Wenn man der Stammtisch-Diskussion die Floskeln und Pauschalisierungen nimmt, dann bleibt leider nichts mehr übrig.
Fazit: Phrasenschwein abschaffen. Lieber am Ende der Sendung den Teilnehmern die Rechnungen präsentieren. Da werden sich einige mal umschauen. Wontorra sofort entlassen. Lattek kann gerne mitgehen.
Brillant: Wie Günter Jauch am letzten Sonntag durch eine Salve von Phrasen das Übel der pausenlosen Jingles und Unterbrechungen unbewusst aufzeigte (da der Schwein-Inhalt einem von ihm betreuten karitativen Projekt übergeben werden sollte, wollte er vor allem noch viel Geld generieren), dass es sogar Wontorra zuviel wurde und letzterer ihn sogar bremsen wollte, was aber nie gelang.
Verblasste Mythen
12.05.2008 | 0 Kommentare | motorhorst | Keine Bewertung
Vom Phrasenschwein und dessen Überflüssigkeit
Die Grundidee des Phrasenschweins war keine schlechte: Da die Fußballberichterstattung, vor allem die Diskussion über Fußball an und für sich zu großen Teilen aus Plattitüden und Floskeln besteht, führte man bei Start des Doppelpasses das Phrasenschwein ein. Jede Fußballphrase innerhalb der Diskussion wurde damit bestraft, dass der Aussprechende 5 Mark (inzwischen 3 Euro) in das Schwein werfen musste. Am Saisonende wurde der Inhalt dann einem wohltätigen Zweck übergeben.
Die Probleme in der Praxis:
1. Damals war Jörg Wontorra nicht der Moderator.
2. Keiner der Teilnehmer kann zwischen Sprichwörtern, allgemeinem Schwachsinn und tatsächlichen Phrasen unterscheiden.
3. Da jede Phrase durch einen sofortigen Jingle des "Trio La Haze" untermalt und der Redefluss des Übeltäters unterbrochen wurde (begleitet vom hämisch-debilen Gelächter Wontorras), erstickten auf diese Weise während einer Sendung etliche Gedankengänge im Keim und durchaus Erwähnenswertes wurde niemals zu Ende gesprochen.
4. Wenn man der Stammtisch-Diskussion die Floskeln und Pauschalisierungen nimmt, dann bleibt leider nichts mehr übrig.
Fazit: Phrasenschwein abschaffen. Lieber am Ende der Sendung den Teilnehmern die Rechnungen präsentieren. Da werden sich einige mal umschauen. Wontorra sofort entlassen. Lattek kann gerne mitgehen.
Brillant: Wie Günter Jauch am letzten Sonntag durch eine Salve von Phrasen das Übel der pausenlosen Jingles und Unterbrechungen unbewusst aufzeigte (da der Schwein-Inhalt einem von ihm betreuten karitativen Projekt übergeben werden sollte, wollte er vor allem noch viel Geld generieren), dass es sogar Wontorra zuviel wurde und letzterer ihn sogar bremsen wollte, was aber nie gelang.
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