Skag & Bone Man
12.09.2005 | 1 Kommentar | Christian_alternakid
Nix los in Peterslanden? A quiet week in Dohertytown?
Erzählen wir zunächst, dass Peter mit den Babyshambles glücklich vereint und blendend aussehend eine riotous performance auf dem Reading / Leeds – Festival hingelegt hat, die nach einer Zugabe in Begleitung von Drugbuddy Wolfman, The General und anschließender Stageinvasion standesgemäß mit komplettem Equipmentverlust endete. Was von Peter nicht zerstört wurde, wurde an die ersten Reihen verschenkt - „Rough Trade, bitte einmal komplettes Bandequipment neu“ hallt es durch den Backstageraum.
A propos Backstageraum, da war doch noch was? Ach genau – skag, skag – Peter betritt den dressing room des Ex-Libertine und Hausbesetzerkollegen Johnny Borrell of Razorlight Fame, verwechselt aber die Begrüßungsgewohnheiten. Nein, Peter, headbutting ist keine andere Art „hey mate, how are you?“ zu sagen, aber gut, kann natürlich im Gedränge schon einmal vorkommen. Außerdem traf es ja Johnny Borrell und damit keinen falschen. Die Sitten werden rauer in Indieland.
In other news – the horse is brown - hat der Crack Dealer von Peter, Paul Ro, eine Peter-Doherty-Homepage mit Abobezahlsystem dem Lichte der Öffentlichkeit zugeführt, die, hoho, nach einem bengalischen Dealerslang für Crack Cocaine benannt ist. Ja, super, hats off und so weiter. Oder nee: Fuck off, wanker.
Gut, klar, man kann natürlich sagen, „Mensch so ein Crack Dealer, warum soll der nicht eine Homepage machen, die subscription-fee-based ist und so den kleinen Dohertyans auf der Welt die mühsam ergaunerten Pfund aus der Tasche zieht?“, nicht aber wenn er zur Vorstellung der Homepage tatsächlich und ernsthaft einen Satz sagt, der der dämmlichste seit der Erfindung des „ersten konvergenten Musikfernsehens der Welt“ (die Marketing-Abteilung von Viva über VivaPlus) ist: „When I first met Peter I felt he had multimedia potential“
An dieser Stelle eine Bitte: erschießt mich, falls jemand über mich sagen sollte, ich hätte Multimedia-Potential. Und den Redner. In den Rücken. Zweimal.
On the bright side of life haben es die Babyshambles ins Studio geschafft und für den Charity-Sampler “Help: A Day In The Life“ (der aufgrund der exorbitant guten Besetzung mit ausschließlich unveröffentlichten Songs jedem wärmstens ans Herz gelegt wird) innerhalb von 24 Stunden „Bollywood To Battersea“ eingespielt. Wir Dohertyans around the globe kennen den Song natürlich schon lonely and acoustic von der herzlich betitelten „Shaking & Withdrawn Session“, was aber wahrscheinlich wenig darüber aussagt, wie „Bollywood To Battersea“ in voller Bandmontur klingt.
Nix los in Peterslanden? A quiet week in Dohertytown? Ja, für seine Verhältnisse eigentlich schon…
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