CHRISTIAN_AK MEETS SEINE DVD-SAMMLUNG
Die Story, anyone?
Beste Regie, Cannes 2002
Paul Thomas Anderson gilt ja schon seit Boogie Nights als Wunderkind Hollywoods: eine Zuschreibung, die er sich spätestens mit seinem Magnum Opus „Magnolia“, verdient hat. Punch Drunk Love folgt dem klassischen Anderson-Thema der loneliness in der modern world nur auf einer viel kleineren scale als bei dem wild wuchernden Magnolia. Dabei schafft er als Erster, Adam Sandler auf der Leinwand in irgendeiner Weise erträglich zu machen und erzählt eine kleine, winzige Geschichte, deren Protagonisten uns rühren, gerade weil sie so unbeholfen sind. Ihre irrige Wege zu einem kleinen bisschen Glück, einem zu Hause - ja, einfach einem Ankommen – begleitet er mit einer kühlen, erbarmungslosen Kameraführung in da real life und wunderschönen, traum-haften Zwischenbildern. Schärfe gewinnt Punch-Drunk Love erst durch die völlig unvermuteten Gewaltausbrüche und Heulkrämpfe Sandlers, die von Einsamkeit in einer Dringlichkeit erzählen, die tausend Worte nicht erreichen könnten. Eine Erzählung, die vielmehr den finnisch-desolaten Geschichten eines Aki Kaurismäki gleicht als etwas, das aus dem großen Land mit den drei Buchstaben in den letzten Jahren gekommen wäre:
Ein reiner Tor der an den Widrigkeiten des Heute scheitert und letztendlich doch durch die Liebe gerettet wird.
voll geil, alder, wo...: Adam Sandler in den frühen Morgenstunden an der Straße vor seiner Arbeitsstelle steht, sich unverhofft ein Auto überschlägt und in der Sekunde danach ihm ein Kleinlaster ein Harmonium vor die Füße stellt.
extra best: ein äußerst amüsantes Fake-Commercial des Matratzen- und Telefonsex-Händlers. Für die Matratzen, though.
Punch Drunk Love
Paul Thomas Anderson, USA 2002
Mit: Adam Sandler, Emily Watson, Philip Seymour Hofman, Luis Guzman
Mit: Adam Sandler, Emily Watson, Philip Seymour Hofman, Luis Guzman
Beste Regie, Cannes 2002
Paul Thomas Anderson gilt ja schon seit Boogie Nights als Wunderkind Hollywoods: eine Zuschreibung, die er sich spätestens mit seinem Magnum Opus „Magnolia“, verdient hat. Punch Drunk Love folgt dem klassischen Anderson-Thema der loneliness in der modern world nur auf einer viel kleineren scale als bei dem wild wuchernden Magnolia. Dabei schafft er als Erster, Adam Sandler auf der Leinwand in irgendeiner Weise erträglich zu machen und erzählt eine kleine, winzige Geschichte, deren Protagonisten uns rühren, gerade weil sie so unbeholfen sind. Ihre irrige Wege zu einem kleinen bisschen Glück, einem zu Hause - ja, einfach einem Ankommen – begleitet er mit einer kühlen, erbarmungslosen Kameraführung in da real life und wunderschönen, traum-haften Zwischenbildern. Schärfe gewinnt Punch-Drunk Love erst durch die völlig unvermuteten Gewaltausbrüche und Heulkrämpfe Sandlers, die von Einsamkeit in einer Dringlichkeit erzählen, die tausend Worte nicht erreichen könnten. Eine Erzählung, die vielmehr den finnisch-desolaten Geschichten eines Aki Kaurismäki gleicht als etwas, das aus dem großen Land mit den drei Buchstaben in den letzten Jahren gekommen wäre:
Ein reiner Tor der an den Widrigkeiten des Heute scheitert und letztendlich doch durch die Liebe gerettet wird.
voll geil, alder, wo...: Adam Sandler in den frühen Morgenstunden an der Straße vor seiner Arbeitsstelle steht, sich unverhofft ein Auto überschlägt und in der Sekunde danach ihm ein Kleinlaster ein Harmonium vor die Füße stellt.
extra best: ein äußerst amüsantes Fake-Commercial des Matratzen- und Telefonsex-Händlers. Für die Matratzen, though.
Kommentare
02.03.2005
10.43 Uhr
10.43 Uhr
einer der besten filme der letzten jahre. verstehe auch nicht wie das mit adam sandler ging
02.03.2005
14.08 Uhr
14.08 Uhr
Hat mich eher ein bisschen verstört und gelangweilt. Der Knaller: Bettszene "Und dein Gesicht - Ich würde es gerne zerschmettern!"
02.03.2005
23.50 Uhr
23.50 Uhr
Solche Filme sollte man sich nicht im Kino anschauen, denn da sind ja auch andere Leute. Wenn man Pech hat eine üble Zusammenrottung aus idiotisch in Kategorien denkenden Bürgern mit zwanghafter Erwartungshaltung, die beschlossen haben, sich heute Abend mal nen richtigen Schenkelklopfer mit dem Slapstick-Spaßmacher Adam Sandler reinzuziehen. Und was beschlossene Sache ist, wird auch so gemacht, komme, was da wolle; wenn die seelisch verkümmerte Hauptfigur von Familie und Freunden so lange aufgezogen wird, bis er in einem Ausbruch von Verzweiflung ausflippt und eine Scheibe einschmeißt (so oder so ähnlich, ist schon länger her; beste Szene, finde ich), muss man schon mal mit seinen künstlichen Lachsalven einen brüllenden Begeisterungssturm losbrechen, weil lustig ist lustig.
Eigentlich ein beklemmender Film, der aber zwischendurch aufgelockert wird durch die Bilder und sympathischen Charaktere.
Eigentlich ein beklemmender Film, der aber zwischendurch aufgelockert wird durch die Bilder und sympathischen Charaktere.
Bewertungen
4 Bewertung mit durchschnittlich 4,00 Hörstchen
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