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Monster, Männer, Mythen

25.10.2006 | 9 Kommentare | cleo | Keine Bewertung
Werke der Weltliteratur, deren man sich bürstet, sie gelesen zu haben, dies jedoch nie ernsthaft versuchen wird, Teil VI: Beowulf
Die Handlung:
Nachdem Monsterjunge Grendel wiederholter weise Krieger frisst und immer wieder das Dach der großen Halle aufreißt, um an diese Leckerein zu kommen, platzt dem König der Kragen: anstatt schon wieder den Dachdecker kommen zu lassen, ruft er den Schwedischen Krieger Beowulf herbei.
Beowulf kommt, sieht und kämpft. Damit aus dem ganzen ein Heldenepos werden kann und nicht etwa ein Monsterepos, besiegt Beowulf Grendel natürlich mit Links.
Doch Grendels Mami, mit der der Monsterjüngling bisher im Sumpf hauste, ist darüber nicht gerade erfreut. Also muss Beowulf auch noch gegen sie kämpfen und pflichtschuldigst tötet er auch sie. Dann fährt er zurück nach Schweden und wird erst mal König, so zur Abwechslung.
Bald jedoch muss er wieder ran in Dänemark, denn einen Drachen gibt’s da auch noch.
Beowulf kommt, sieht, kämpft und- stirbt, weil seine Mitkämpfer, frühe Vertreter des Homo Motorjugensis, ihn im letzten Moment im Stich lassen. Das ist natürlich etwas verwirrend, deswegen zur Erklärung: Hollywood gab’s damals noch nicht.

Nicht zu verwechseln mit:
Werewulf
Deo
Wölfe
Biene Maja (Beowulf heißt Bienenwolf)

Textauszug: „þæt wæs þam gomelan gingæste word“
= This was the aged man’s uttermost word

Was man sagt, wenn man über Beowulf Auskunft zu erteilen hat:
Beowulf ist ein episches Heldengedicht in angelsächsischem Stabreim. Es ist das bedeutendste erhaltene Einzelwerk angelsächsischer Sprache.

Wofür sich die Schreiberline dieses Artikels entschuldigen will:
Das platte Stilmittel in der Überschrift und dass sie das Werk selbst nur in Ausschnitten gelesen hat.

Kommentare

25.10.2006
14.06 Uhr
derer man sich bürstelt? die die man sich pützelt? pustelt? oh my...
25.10.2006
14.07 Uhr
und lindi, ich erwarte eine konterkritik!
25.10.2006
14.09 Uhr
dann kommt hier jetzt auch finnegans wake, ja?
25.10.2006
14.12 Uhr
Na wenn du Beowulf kannst, dann sollten die Canterbury Tales ja ebenfalls passen. Haha.
25.10.2006
14.25 Uhr
wie du ja schon so treffend schreibst, handelt es sich hier um ein zentralwerk der angelsächsischen literatur. das interessiert mich als skandinavistin natürlich nicht die bohne. über den tellerrand schauen? nee! wo kämen wir denn da hin....

wenn ich rausgefunden/mich erinnert habe, welches das entsprechende altnordische werk ist, werde ich es hier vermelden, ich gluabe es sind teile der älteren edda, wenn mich nicht alles täuscht.
25.10.2006
14.32 Uhr
es spielt aber, so weit ich es mitbekommen habe, in dänemark und schweden...?
25.10.2006
14.38 Uhr
Ja, Dänemark und Schweden. Es kommen ja auch die alten Könige drin vor, Hrothgar zum Beispiel.
26.10.2006
08.44 Uhr
also, ich als alter hobby-völkerkundler sage ebenfalls ja, und das kommt doch auch nicht von ungefähr, bilden die wandernden sachsen, angeln und jüten doch quasi des angelsächsischen an und für sich. man nehme allein die sprache, in der beowulf verfasst ist. ohne nordwestgermanische stämme ist england halt nicht das, was es ist. oder so.
26.10.2006
08.45 Uhr
... bilden quasi den bodensatz des angelsächsischen... ach, viel zu früh für so ein quatsch

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