Masha Qrella im Hemdendienst, Nürnberg
29.05.2012 | 1 Kommentar | motorhorst
Ein nahezu perfektes Konzert an einer wunderbaren Location. Manchmal kommen eben doch alle guten Dinge zusammen.
Der Hemdendienst in der Rothenburger Straße ist die gefühlt etwa vierte Location unter diesem Namen, auch wenn mir die Anmerkungen der Anwesenden andeuteten, dass die wahre Zahl an Heimatorten des Wanderclubs höher sein dürfte. Der diesmalige Ort des Geschehens war auf jeden Fall perfekt: Ein kleiner Innenhof, mit umgedrehten gepolsterten Bierkästen als Sitzgelegenheiten vorbereitet, strahlte das Gefühl eines Serenadenhofs in klein aus. Dazu war das Wetter natürlich auch zuvorkommend: Nur ein gelegentlicher Windstoß, der sich aber im Verlaufe des Konzerts immer mehr zu einem lauen Lüftchen verkleinerte, kühlte die herrliche Abendatmosphäre etwas ab.
Unter den gegen Ende vielleicht 70 Anwesenden war auch eine Reihe von Motorjugendlichen, die ich mich sehr freute, einmal wieder in echt zu erleben.
Insofern also ideale Voraussetzungen und Masha Qrella tat ihr Übriges, um den Abend in ein großartiges Erlebnis zu verwandeln.
Mit ganz neuer Band (also im Vergleich zu 2006 jedenfalls, als noch Inzwischen-Notwist-Live-Drummer Andi Haberl und Ex-Blumfeld-Keyboarder/Bassist Michael Mühlhaus mit dabei waren) wusste Frau Qrella von Anfang an zu begeistern. Zunächst lag das Hauptgewicht auf neuen Stücken des aktuellen Albums Analogies, die sehr voluminös und treibend, teilweise gar mit Disco-Beats, die an z.B. The Whitest Boy Alive erinnerten, daherkamen. Klingt blöd, aber anders kann ich das nicht beschreiben.
Dazu mischten sich dann auch Songs aus den ersten Alben, teilweise etwas umarrangiert, aber einfach perfekt gespielt.
Auf der Bühne spielte Masha Qrella dabei Gitarre oder Bass und wurde von einem Schlagzeuger (der auch Background-Vocals sang) und einem Keyboarder (der manche Elektronik-Sprengsel der alten Stücke ersatzweise auf der Mundharmonika spielte - großartig) unterstützt.
Als Abschluss gab es noch etliche Zugaben, darunter die bekannten Coverversionen Don't Stop The Dance (Bryan Ferry) und Saturday Night (Komëit), die Vinyl-Single mit den beiden Stücken konnte so auch mit einigen Jahren Verspätung den Weg in meine Sammlung finden.
Was bleibt: Super Konzert, tolle Atmosphäre und gerade gefallen mir die im Hintergrund spielenden Stücke von Speak Low auch noch. Was will man mehr? Also ich: nix.
Analogies bei Spotify hören:
Bewertungen
Kommentare
07.06.2012
22.57 Uhr
22.57 Uhr
In Hamburg im Westwerk war es auch ganz toll. Schon eine Woche her, vergessen zu schreiben.
