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FUTEBOL

Fußballsaisontipp - Die Gewinnerstrategie

25.07.2011 | 1 Kommentar | motorhorst
Im zweiten Teil gibt der erfolgreiche Tipper Christian_alternakid Tipps zum internationalen Part
Teil E: Internationale Meister. Hier scheint sich der Trend durchzusetzen, den Meister des Vorjahres zu tippen. Oder haben Sie da andere Empfehlungen?

- Da viele unverständlicherweise den slowakischen Fußball nur mit einem Auge verfolgen, ist der einfachste Tipp nun mal, die Nummer 1 des Vorjahres wieder zu nominieren. Statistisch gesehen aber ein Irrtum!

In allen europäischen Ligen konnten nur 17 von 59 Meisterteams ihren Titel verteidigen. Statistisch besteht also eine Wahrscheinlichkeit auf 30% der Punkte mit dem Lazy-Vorjahresmeister-Tipp, was damit nur knapp über der Wahrscheinlichkeit eines Tsunamis mit anschließendem Erdbeben und folgender Kernschmelze eines AKWs in Baden-Württemberg (12%) liegt, aber deutlich unwahrscheinlicher ist als für den SG Dynamo Weißwasser zu DDR-Zeiten die Eishockey-Meisterschaft zu erringen (50%).
 
In der Türkei und in Italien lohnt übrigens ein Blick auf die Bankkonten statt der Teamkader. Geld scheint dort doch Tore zu schießen.

Teil F: Europapokal. Hier gibt es ein sehr geteiltes Bild: Bei den Champions League Halbfinals scheint es sich zu lohnen, die etablierten Vereine zu setzen (zuletzt ja auch mit Manchester United, Real Madrid und dem FC Barcelona fast nur Topteams im Halbfinale), während die Europa League beinahe unvorhersehbar erscheint: Wer tippt schon auf drei Portugiesen in der Vorschlussrunde, wer auch nur auf einen einzigen?

Das Tippen der Europa League wird durch viele Aspekte erschwert:
  • aus großen Ligen kommen nur „kleinere“ Mannschaften in die Europa League, aus den kleineren Ligen aber die großen Mannschaften, was eine Vergleichbarkeit erschwert.
  • für die Freunde aus England und Bayern wird die Attraktivität des UEFA-Cups mit dem geflügelten Kaiserwort „Verlierercup“ zutreffend bezeichnet, weshalb ein Mario Balotelli oder ein Arjen Robben Spiele in Timisoara nur eingeschränkt geil finden.           
  • die Drittplatzierten der CL-Vorrunde steigen in die EL ab und dürften dort einerseits die bestbesetzten Mannschaften sein – andererseits aber zum Teil auch die Unmotiviertesten (siehe „Verlierercup“)
  • während die Viertplatzierten der CL-Vorrunde ganz ausscheiden. 
Somit müsste man theoretisch die wahrscheinlichen Drittplatzierten aus der Champions League – Vorrunde (Teamstärke!), die sich zudem nicht auf Augenhöhe mit Alfredo Di Stefanos Real Madrid der 50er sehen (dennoch motiviert!), zu Europa League - Favoriten erklären. Was sich mit Sporting Braga im letzten Jahr auch fast bewahrheitet hätte.
 
In den Vorjahren galt für den UEFA-Cup, wie wir Nostalgiker sagen, aber immer die Grundregel: welche Russen spielen eigentlich mit?

Teil G: Und zu guter Letzt die Verneigung vor dem Holzschuh. Wie sagt man die Kicker-Elf des Jahres voraus? Sieht man die beinahe nur aus Dortmunder Spielern bestehende Elf des Jahres 10/11, so liebt man dort ja vor allem das Ungewöhnliche, um so etwas wie Spontanität, Modernität oder auch nur ein Fünkchen Innovation zu simulieren. Auch die Torhüterposition war in den letzten Saisons (Rensing, Heinz Müller) quasi ein Glücksspiel. Sollte man vielleicht nach alter Eishockey-Manier gleich den Torwart außen vor lassen?

Hier muss man zunächst wissen, dass der Kicker die Nominierungskriterien seiner Elf des Jahres umgestellt hat. Wurde man früher berufen, wenn man die meisten Nominierungen in der Elf des Tages hatte, so gilt nun der beste Notenschnitt auf der jeweiligen Position. Vereinfacht gesagt wird nun also Konstanz auf hohem Niveau belohnt (Wollscheid), wohin gehend früher die Gekas-Idee (immer scheiße spielen, aber ab und an drei Tore pro Spiel machen) zielführend war.

Dortmund war im letzten Jahr einfach dermaßen dominant, dass sie ohne Zweifel auch all ihre Berufungen verdient hatten. Das wird dieses Mal nicht so deutlich sein: erstens sind die Erwartungen an Dortmund größer (deshalb tendenziell die Noten schlechter) und zweitens kann Dortmund gar nicht noch so eine Saison spielen. Dennoch wird ein Mario Götze immer noch in genügend Spielen verzücken, als dass er eine schlechtere Durchschnittsnote als 3,0 bekommen könnte.
 
Bei Torhütern gelten weiter die Regeln: Wenn er rauskommt, muss er ihn haben, Jens Lehmann ist nicht ganz sauber und bekommste mehr auf den Kasten, kannste auch mehr halten. Deshalb sind sicher Marc Ter Stegen, Michael Rensing, Oliver Baumann, Raphael Schäfer, Kevin Trapp und Thomas Kraft trotz ihrer „kleinen“ Namen mit ordentlichen Chancen am Start. Neuer könnte dank der besonderen Beachtung als Bayern-Torwart allerdings Außenseiter-Chancen haben, wenngleich seine Fehler auch stärker gewichtet werden als die eines Tom Starke.
 
Mein Tipp für die Elf des Jahres?
Schäfer – Chandler, Maroh, Wollscheid, Pinola – Cohen, Simons – Mak, Didavi, Esswein – Pekhardt.

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Kommentare

25.07.2011
12.15 Uhr
Schöne Elf des Jahres, nur bei Maroh bin ich unsicher!
Oh und der neue Jan-Koller-Überstürmer heißt Pekhart. Pedant Ende.


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