BENICASSIM 2006
Die schlechte Kritik fuer die Futureheads war eigentlich schon bereit: Schliesslich hatte ich bisher noch keinen rechten Zugang zu dieser Band gefunden und uch eher verhaltene Kommentare zu ihren Live-Auftritten gehoert. Selbst als die - fast muss man sagen : 3 (Front-) - Maenner plus Drummer mit voller Wucht nach vorne auf die Buehne gingen, dachte ich noch, der Auftritt muesste mit "Franz Ferdinand ohne Hits" abzukanzeln sein. Aber die Wahrheit ist, dass es einfach ein sehr energiegeladenes, frisches Konzert war, das schon zu relativ frischer Stunde fuer gute Laune sorgte.
Colder konnte ich dann nur von der Red-Bull-Relax (Don´t Do it!)-Zone, also mit gebuehrendem Abstand verfolgen. Ist sicherlich besser, wenn man mitten vor der Buehne und damit im Geschehen steht.
Der naechste Weg ging zur Hauptbuehne und den Pixies und der Platz davor war zum ersten Mal wirklich prall gefuellt. Obwohl die Anfangszeit schon eine halbe Stunde ueberschritten war, stand kein Black Francis und auch keine Kim Deal auf der Buehne und ein Ansager verkuendete, dass diese aber bald dort stuenden und man bitte nicht weiter gegen diese druecken sollte. Uff. Den Auftritt habe ich dann nicht wirklich verfolgt, aber es war wohl etwas seltsam. Als 2. Song kam bereits "Where is my mind?" und direkt danach "Here Comes Your Man" und nach nur 40 Minuten war ohne Zugabe Ende der Veranstaltung. Das Publikum zerstreute sich sehr schnell und obwohl Echo And The Bunnymen gleich mit dem furiosen "Lips Like Sugar" starteten, blieb die Reaktion doch sehr verhalten. Ein eher belangloses Konzert, dessen Highlights noch die monton wiederholten Wuensche von Saenger Ian McCulloch waren, doch bitte das Licht herunterzudrehen.
Was dann allerdings folgte, war wohl nicht weniger als das Konzert des Festivals: The Strokes begannen mit "Juicebox" ein Set der Extraklasse, bei dem Hit auf Hit das scheinbar unerschoepfliche Repertoire dieser noch so jungen Band zeigte. Die Glanzpunkte herauszuheben erscheint unfair bis unmoeglich, da es einfach den anderen Stuecken ungerecht gegenueber waere. Deshalb hier nur die drei Songs, die mir persoenlich im Gedaechtnis bleiben: Das aggressive "New York City Cops", das gespenstische, nur von Harmonium und Casablancas getragene "Ask Me Anything" und das abschliessende "Reptilia", bei dem selbst die Leute auf der Pressetribuene nicht mehr an sich halten konnten. Einfach fantastisch. Nach einer unvergesslichen Stunde - wie ueblich ohne eine Zugabe - war dieser Triumphzug beendet.
Und fuer mich dann auch dieser Festivaltag. Ca. 9 Stunden spaeter fanden uebrigens dann auch meine Zimmerkollegen gegen 12 Uhr Mittags den Weg von der After-Hour mit DJ Koze zurueck ins Hotelzimmer.

Colder - Leider nur aus der Ferne gesehen...

...und zwar von hier.

Wenn man was erkennen koennte, wuerde man hier Echo and The Bunnymen sehen.
Aber: Meine Strokes-Bilder sind noch viel, viel schlechter.
Freitag: Futureheads +++ Pixies +++ The Strokes
22.07.2006 | 2 Kommentare | motorhorst | Keine Bewertung
Strokes ueber alles. In einem fulminaten Set zeigen sie mal wieder, wer die Groessten sind
Colder konnte ich dann nur von der Red-Bull-Relax (Don´t Do it!)-Zone, also mit gebuehrendem Abstand verfolgen. Ist sicherlich besser, wenn man mitten vor der Buehne und damit im Geschehen steht.
Der naechste Weg ging zur Hauptbuehne und den Pixies und der Platz davor war zum ersten Mal wirklich prall gefuellt. Obwohl die Anfangszeit schon eine halbe Stunde ueberschritten war, stand kein Black Francis und auch keine Kim Deal auf der Buehne und ein Ansager verkuendete, dass diese aber bald dort stuenden und man bitte nicht weiter gegen diese druecken sollte. Uff. Den Auftritt habe ich dann nicht wirklich verfolgt, aber es war wohl etwas seltsam. Als 2. Song kam bereits "Where is my mind?" und direkt danach "Here Comes Your Man" und nach nur 40 Minuten war ohne Zugabe Ende der Veranstaltung. Das Publikum zerstreute sich sehr schnell und obwohl Echo And The Bunnymen gleich mit dem furiosen "Lips Like Sugar" starteten, blieb die Reaktion doch sehr verhalten. Ein eher belangloses Konzert, dessen Highlights noch die monton wiederholten Wuensche von Saenger Ian McCulloch waren, doch bitte das Licht herunterzudrehen.
Was dann allerdings folgte, war wohl nicht weniger als das Konzert des Festivals: The Strokes begannen mit "Juicebox" ein Set der Extraklasse, bei dem Hit auf Hit das scheinbar unerschoepfliche Repertoire dieser noch so jungen Band zeigte. Die Glanzpunkte herauszuheben erscheint unfair bis unmoeglich, da es einfach den anderen Stuecken ungerecht gegenueber waere. Deshalb hier nur die drei Songs, die mir persoenlich im Gedaechtnis bleiben: Das aggressive "New York City Cops", das gespenstische, nur von Harmonium und Casablancas getragene "Ask Me Anything" und das abschliessende "Reptilia", bei dem selbst die Leute auf der Pressetribuene nicht mehr an sich halten konnten. Einfach fantastisch. Nach einer unvergesslichen Stunde - wie ueblich ohne eine Zugabe - war dieser Triumphzug beendet.
Und fuer mich dann auch dieser Festivaltag. Ca. 9 Stunden spaeter fanden uebrigens dann auch meine Zimmerkollegen gegen 12 Uhr Mittags den Weg von der After-Hour mit DJ Koze zurueck ins Hotelzimmer.
Colder - Leider nur aus der Ferne gesehen...
...und zwar von hier.
Wenn man was erkennen koennte, wuerde man hier Echo and The Bunnymen sehen.
Aber: Meine Strokes-Bilder sind noch viel, viel schlechter.
Reihe
Festival Internacional de Benicàssim
04.06.2008 - FIB 2008 - Das sonnigste Festival Europas
26.07.2006 - Noch mehr Impressionen
26.07.2006 - Sonntag: Depeche Mode
23.07.2006 - Sonntag: Der Auftakt
23.07.2006 - Samstag Teil 2: Franz Ferdinand, Ms John Soda
22.07.2006 - Samstag: Morrissey
22.07.2006 - Impressionen oder: Das ganze Drumherum
22.07.2006 - Freitag: Futureheads +++ Pixies +++ The Strokes
21.07.2006 - Freitag: Shambles
20.07.2006 - Donnerstag: FIB-Start
20.07.2006 - Mittwoch: In Benicassim ankommen
26.07.2006 - Noch mehr Impressionen
26.07.2006 - Sonntag: Depeche Mode
23.07.2006 - Sonntag: Der Auftakt
23.07.2006 - Samstag Teil 2: Franz Ferdinand, Ms John Soda
22.07.2006 - Samstag: Morrissey
22.07.2006 - Impressionen oder: Das ganze Drumherum
22.07.2006 - Freitag: Futureheads +++ Pixies +++ The Strokes
21.07.2006 - Freitag: Shambles
20.07.2006 - Donnerstag: FIB-Start
20.07.2006 - Mittwoch: In Benicassim ankommen
Kommentare
22.07.2006
23.23 Uhr
23.23 Uhr
OK, kleine Korrektur. Da ist die Presse-Scheisse direkt noch zu was gut. Habe vorhin im Backstage einen Aushang gelesen, dass die Pixies ihr Konzert nach 25 Minuten unterbrechen mussten, da wohl ein Wellenbrecher verschoben wurde. Es wurde niemand verletzt und das relativiert natuerlich meine ganzen Eindruecke von oben.
Dafuer eine lustige Anekdote von der Pixies-PK. Die Fragen wurden dort fast komplett auf spanisch gestellt, ein Moderator uebersetzte, Frank Black antwortet auf englisch, Moderator uebersetzt wieder auf spanisch.
Frage: Welche Bands moegen die Pixies, haben sie beeinflusst, etc.?
Frank Black: Black Sabbath, Queens Of The Stone Age...
Uebersetzer: Black Sabbath, Queens Of The Stone Age...
Herrlich.
Dafuer eine lustige Anekdote von der Pixies-PK. Die Fragen wurden dort fast komplett auf spanisch gestellt, ein Moderator uebersetzte, Frank Black antwortet auf englisch, Moderator uebersetzt wieder auf spanisch.
Frage: Welche Bands moegen die Pixies, haben sie beeinflusst, etc.?
Frank Black: Black Sabbath, Queens Of The Stone Age...
Uebersetzer: Black Sabbath, Queens Of The Stone Age...
Herrlich.
23.07.2006
19.12 Uhr
19.12 Uhr
ach die wunderbaren Pixies.
Ich bin so froh, dass die beim Pukkelpop letztes Jahr auch gleich zu Beginn gespielt haben. Im Gegensatz zum SS (wo sie WIMM so ziemlich als letztes gespielt haben! Jeder hatte drauf gewartet, weil ja die ganzen Vollidioten nur diesen einen Song kennen. Nix ging ab. Es wurde gemault - und dann bei WIMM wurde auf einmal rumgeschubst was das Zeug hält. Total strange!)
Offenbar haben sie daraus gelernt, so dass sie jetzt WIMM gleich anfangs spielen um den wirklichen Fans ihr verdientes Konzert zu geben.
Ich bin so froh, dass die beim Pukkelpop letztes Jahr auch gleich zu Beginn gespielt haben. Im Gegensatz zum SS (wo sie WIMM so ziemlich als letztes gespielt haben! Jeder hatte drauf gewartet, weil ja die ganzen Vollidioten nur diesen einen Song kennen. Nix ging ab. Es wurde gemault - und dann bei WIMM wurde auf einmal rumgeschubst was das Zeug hält. Total strange!)
Offenbar haben sie daraus gelernt, so dass sie jetzt WIMM gleich anfangs spielen um den wirklichen Fans ihr verdientes Konzert zu geben.
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