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FUTEBOL

Football's coming home!

30.03.2006 | 29 Kommentare | barracuda
Aber was passiert, wenn er sein Stadion nicht mehr findet? Weil es seinen Namen geändert hat – und mit den reinen Idealen dieses Sports nichts mehr an der Fanmütze hat?
Ich bin nicht so ein fanatischer Fußballfan

Ja ich gebe zu, ich schaue mir ganz gerne Spiele zur Weltmeister- oder Europameisterschaft an. Und es gab zu WG-Zeiten auch diesen festen Zeitpunkt vor der Flimmerkiste: ran hieß das damals noch und lief auf diesem seltsamen Sender sat.1, der nach dem Verlust der Bundesligaüber-tragungen irgendwie auch sein Format vollständig verlor. Aber das ist ein anderes Drama.

Kaum verwunderlich also, dass ich in den letzten Jahren auch nicht mehr so häufig beim Laola-
welleschlagen im Frankenstadion gewesen war. Im Frankenstadion! Diesem Bollwerk, das in seinem Namen unmissverständlich nennt, für wenn es gebaut ist. Für die Franken nämlich. Und für diesen etwas verwunderlichen Fußballverein, für den vielleicht nicht alle fränkischen Herzen schlagen. Aber doch verdammt viele. Auch meins. Wenn auch nicht pathologisch.

Nun ist alles anders

Das Stadion heißt wie ein virtuelles Kreditinstitut. Trägt ab jetzt eine Zweierkombination als Namen, die etwas unseriöses ausstrahlt. Ein wenig anrüchigen Spirit im Begriff beherbergt. Nicht so ehrlich wie St. Pauli. Sondern zynisch mit den vermeintlichen Wunschvorstellungen des gemeinen Volks spielt. Aber vielleicht bin ich auch nur zu wenig von dieser seltsamen Werbekampagne des neuen Namenssponsors überzeugt. Tja.

Sehr freundlich

Deshalb war ich natürlich sehr erfreut, als ich das neue Heft der 11FREUNDE sah: Da ist diesmal ein Poster vom Frankenstadion drin. Ja, vom Frankenstadion.* Dort heißt es noch genau so, wie es zur Einweihung getauft wurde. Damals. Als die Bundesliga noch nicht vom reinen Kapitalismus korrumpiert wurde; als ein Wort noch ein Wort war; und Geld ausschließlich von Herrn Hoeneß verdient wurde. Also. Ein Hoch auf alte Zeiten. Und aufs Frankenstadion, das in unseren Herzen niemals Platz machen wird für das Kommerzsponsoring und seine beknackten Wortkreationen.

Vielleicht kaufe ich mir sogar das Magazin. Und trainiere mal wieder ein sanftes Fansein. Gepflegt. Mit Anspruch. Und so. Abpfiff.


*Selbst wenn dies nur dem Zeitpunkt des Drucks geschuldet ist – und die Redaktion von 11Freunde nur nicht mehr die Zeit hatten, den besch....enen Neunamen zu aktualisieren: Danke. Bleibt bitte dabei.

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Kommentare

30.03.2006
08.38 Uhr
viel interessanter als, die tatsache, dass im neuen 11 freunde aufgrund der taufe des teenie-jeans-kredit-stadions erst nach redaktionsschluss noch frankenstadion steht, finde ich die tatsache(die sich ebenfalls im heft findet), dass sich tatsächlich mal ein medium dafür entschieden hat, die unsäglichen neuen stadionnamen tatsächlich nicht mehr zu erwähnen.
Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) wird ab sofort keinen der Werbenamen mehr drucken, allerdings dürfen sie aus rechtlichen Gründen natürlich auch die alten Namen nicht so ohne weiteres verwenden, daher werden sie in Berichten zukünftig z.B. Stadion in Nürnberg schreiben.
Eine sympathische Lösung.
30.03.2006
09.01 Uhr
Ich denke halt, dass die Medien, die unmittelbar mit der Bundesliga-Berichterstattung verbunden sind, wie z.B. DSF und ARD-Sportschau/ZDF-Sportstudio in der einen oder anderen Weise verpflichtet sind, die neuen Idioten-Namen zu verwenden. Aufgrund der Verträge könnte man denen sonst relativ einfach ans Bein pissen bzw. ihnen mit Liebesentzug (spätestens bei den nächsten Verhandlungen) drohen.
Aber bei den Fans heißen die Stadien in den meisten Fällen eh wie früher, bzw. in den Fällen der Um-/Neubauten dann halt so wie bei der Eröffnung.
30.03.2006
09.05 Uhr
oho mutlu! super nachricht, denn meine idee zur negativen marketing guerilla, die seit ein paar wochen in mir schmorte, war genau dieser ansatz: würde sich die presse weigern, die neuen namen zu verwenden, so wäre der rechtekauf sein geld nicht mehr wert. eigentlich hatte ich ehrlich gesagt gedacht, die BILD zu instrumentalisieren, denn erstens ist sie leider gottes der taktgeber im deutschen sport, erreicht zweitens die masse und würde drittens ihr populistisches mütchen gar formidabel mit einem derartigen move kühlen (remember: alte rechtschreibreform). denn mit der nichtverwendung der neuen stadionnamen (warum ist es rechtlich ein problem, frankenstadion zu sagen? verstehe ich jetzt so auf anhieb ehrlich gesagt nicht?) würde man ja bei deutschlands fußballvolk (= im jahr 2006 alle) türen einrennen, die offen wie polen sind.
30.03.2006
09.06 Uhr
ich vermute auch, dass jedes medium, das einen direkten vertrag mit der DFL hat, zur übernahme der namen verpflichtet ist, weswegen zeitungen ja auch problemlos ausscheren könnten.
30.03.2006
09.08 Uhr
Ja genau, DSF kann sich solchen Entwicklungen nicht entziehen, auch die Handygames sind aus einer professionellen Sportberichterstattung einfach nicht mehr wegzudenken.
In diesem speziellen Falle glaube ich ja eher, dass es beim DSF schlicht an Leuten fehlt, die es für nötig halten, mal über die Qualität der Programmgestaltung und -präsentation auch nur eine Sekunde nachzudenken. Aber selbst wenn das beim DSF ein Thema würde, Liebesentzug dürfte denen auch egal sein, aber ist halt auch doof, wenn AOL keine Werbespots mehr schaltet und lAOLa nicht mehr sponsort (hat der König natürlich gemeint, ich hab´s erklärt).

Und zu dem anderen: zumindest in Köln sagt keiner mehr Müngersdorfer Stadion, wobei wir ja mit dem Rheinenergie-Stadion ja noch gut weggekommen sind.
30.03.2006
09.13 Uhr
wie hieße denn dann das münchner stadion? gab's da vor der allianz-allianz nen arbeitstitel für? die von mp berichtete waz-lösung finde ich sehr begrüßenswert, allerdings sehe ich da ebenso wie motorhorst schon die pisse am bein runterlaufen, wenn sich medien in der größe über dem nordbayerischen kurier sich das zu oft erlauben... interessant bei der von michaela r. aus n. ausgehandelten lösung finde ich, dass der name nicht den firmennamen des kollaborateurs bewirbt - einem norisbank-stadion hätte man ja eventuell noch ein bißchen lokalkolorit abgewinnen können, sondern dessen produkt (dem, um einer peinlichen namensumtaufe vor 2011 vorzubeugen, eine deutlich über dem durchschnitt liegende produktlaufzeit gegönnt sei).
30.03.2006
09.18 Uhr
Das meinte ich eben, RoterBlitz: Der Name der Allianz-Arena wird halt so akzeptiert, weil sie immer als solche konzipiert war. Bei der AOL-Arena hat es sich im Laufe der Zeit ja auch eher so durchgesetzt, weil durch den fast kompletten Neuaufbau nicht mehr viel vom Volkspark übrig geblieben ist.
Dumm wird es dann, wenn wie im US-Sport die Hallen/Stadien regelmäßig umgetauft werden (kenne z.B. kaum jemanden der die Arena AufSchalke seit neustem VeltinsArena nennt) oder die Namen einfach zu lächerlich sind (Dortmund, Nürnberg) oder sich die traditionellen Namen einfach ganz fest im kollektiven Gedächtnis verankert haben (Bielefeld).
Aber klar: Mit Liebesentzug meine ich vor allem Rechteentzug bei der nächsten Verhandlungsrunde.
30.03.2006
09.35 Uhr
Raider heißt jetzt TWIX, sonst ändert sich nix! - fällt mir irgendwie g'rade ein. war das damals eigentlich die intialzündung für alle inflationär folgenden namensänderungen? ist dieser trend vielleicht aber bereits wieder am abschwellen? die neueste limo auf golf-basis aus dem hause vw darf ja jetzt nach umwegen über die rufnamen vento und bora wieder jetta heißen... letztendlich zählt wahrscheinlich wirklich der grad der einbrenne beim volk, sonst wäre der rege markenhandel in der produktwelt (man denke an AEG, Dual etc.) auch nur schwer erklärbar - und 2011 haben wir unser frankenstadion-sponsored-by-easycredit-dot-com wieder. alles wird gut.
30.03.2006
09.41 Uhr
ich bleibe trotzallem dabei: Allianz-Arena ist genauso bescheuert wie AOL-Arena. während bei der allianzarena natürlich ein originalname fehlt, habe ich in meinem ganzen leben noch nie das wort AOL-Arena in den mund genommen. das hat ja auch keinen flow!
30.03.2006
09.50 Uhr
achso christian, mit aus rechtlichen gründen meinte ich, dass das ja auch den vereinen nicht passen dürfte, wenn die alten namen geschrieben werden, weil sie dazu ja verpflichtet sind.

das wäre ja dann sowas wie rufmord, wenn man einfach in der öffentlichkeit behauptet, dass das stadion so einen altbackenen namen hat. verdrehung von tatsachen, missbrauch der pressefreiheit, geschichtsfälschung, was auch immer, es stimmt halt nicht und man schreibt die unwahrheit.

aus dem absatz oben bitte irgendwas aussuchen, eines davon wird schon stimmen.
30.03.2006
09.50 Uhr
im übrigen: maximal noch drei jahre und die bundesliga heißt "Hamburg-Mannheimer-Liga" oder "Beck's Bundesliga". word.


das grundproblem bei all dem ist ja, dass es den vereinen im grunde eh nicht weiterhilft und wenn dann nur um die bestehenden diskriminierungen weiter zu verstärken. wenn jeder verein seinen stadionnamen verkauft (wobei hier festzuhalten bleibt, dass der Club den stadionnamen nicht verkauft hat und auch für die umbennenung KEIN geld bekommt, da nicht stadioneigner), fließt das zusätzlich gewonnene geld straightaway in die spielertaschen. das einzige was das bewirkt, ist dass Bayern München mehr auf die spielergehölter drauf satteln kann, als sagen wir Arminia Bielefeld oder der Club, weil sie eben das zehnfache für den stadionnamen kassieren. aber mehrwert für die vereine entsteht so nicht.
30.03.2006
09.52 Uhr
also rechtlich sehe ich kein problem. du wirst keine zeitung (die ja weder vertrag mit dem verein noch mit der liga geschweige denn mit dem sponsor hat) verklagen können. dafür gibt es keine rechtsgrundlage - insbesondere nicht wenn du begriffe verwendest, die denen des volkes entsprechen.

aber alle mit verträgen mit der DFL oder dem sponsor werden ziemlich sicher dazu verpflichtet sein.
30.03.2006
09.55 Uhr
na aber wenn du in der presse schreibst, dass ein stadion so oder so heißt, obwohl es gar nicht so ist, das kannste doch kaum machen.

wenn von mir ein bild in der zeitung ist, wo drunter steht: helmut kohl hat ganz schön abgenommen, dann würde ich mir auch überlegen ob ich das so stehen lasse.
30.03.2006
10.04 Uhr
ja, aber rechtlich gesehen ist es eben so, dass das deine persönlichkeitsrechte verletzt, ein stadion aber keine persönlichkeitsrechte hat. ausserdem wäre dein vergleich ja nur dann zutreffend, wenn du bis vor ein paar wochen Helmut Kohl gewesen wärst - auch eine schöne vorstellung: der bundesschranzler a.d.

problematisch wäre es vielleicht, wenn sie statt allianz-arena hamburg-mannheimer-arena schreiben würden, aber die alten namen sind ja allesamt keine firmennamen, ich wüsste nicht wen das tangieren sollte. ich kann mir nicht vorstellen, dass ein sponsor das recht hat, die nennung seines namens in einer zeitung durchzusetzen. interessant wäre, wenn der stadioneigner bei falschnennung eine gegendarstellung erwirken würde - das dürfte sicher gehen, die frage ist nur, ob er auch zum beispiel die zukünftige nennung des alten namens untersagen könnte. wenn man aber das umgeht in dem "im ehemaligen frankenstadion" schreibt, also auch keine gegendarstellung mehr möglich wäre, wüsste ich nicht, wo ein rechtlicher ansatz wäre.
30.03.2006
10.42 Uhr
ja genau das meinte ich doch, dass die vereine dagegen protestieren würden, nicht die marken. und da die vereine sich wohl dazu verpflichtet fühlen würden, wäre dies auch der fall.

die hsv spieler wurden ja auch dazu verdonnert, endlich aol-arena zu sagen, als sie kurz nach umbenennung immer noch von einer "großartigen stimmung hier im volksparkstadion" gesprochen haben
30.03.2006
11.13 Uhr
Also der reine Kapitalismus ist die Bundeliga ja nun auch nicht, wir haben ja noch Vereine und keine Clubs und wenn nur der Name des Tempels geändert wird sehe ich darin noch kein großes Problem. Okay für uns ist es einfacher, ob Neckar- oder Daimlerstation und das Ding liegt auch noch in der Daimlerstrasse (nicht gekauft).In Stuttgart ist es schon lange her, aber die finanziellen Mittel, die für den nicht optimalen Umbau, wären von der Stadt nicht aufgebracht worde. Und im Vergleich zu Italien, deren Stadien seit 90 nicht gepflegt wurden, hat Deutschland durch die Bank amtliche Kickertempel.
Ich geben da zu bedenken das ein gewisser Herr, der Flügelgetränke verkauft, Name und auch noch die Vereinsfarben seines Clubs ändert, wirklich den Charakter des Vereins verändert, dann betrachte ich das als einen weitaus traurigeren Umstand.
30.03.2006
11.18 Uhr
aber es ist doch nur ein weiterer punkt, wer sagt denn dass anderes nicht geschehen wird? das ärgerliche ist doch nur, wie oben beschrieben, dass die Vereine nichts von der entwicklung haben werden. und wenn ich mir überlege, dass ein stadion anders heißt nur damit, sagen wir, michael ballack statt 6 mio euro pro jahr 9 mio euro pro jahr verdient, dann kann ich da ja wohl nicht dafür sein.
30.03.2006
11.23 Uhr
so schlimm find ich das auch nicht mit den stadien. aber erstens ist es schon so geworden, dass fußball immer mehr zum produkt wird, was man beim besuch im stadion einfach merkt, sei es wegen der ganzen präsentation des events fußball oder wegen den leuten, die man so im stadion sieht. oder wie es ein fan im bezug auf köln formuliert hat: "der verein verreckt, trotzdem protestiert keiner, die mannschaft spielt grottig und die leute freuen sich über das tolle stadion und kaufen sich auf dem heimweg noch ne poldi-tasse."

die volle identifikation mit dem club geht also, wenn auch schleichend (was vielleicht sogar schlimmer ist), verloren .

und eben zweitens, verwischen so eben die grenzen, und irgendwann merkt es eben keiner mehr, dass die bundesliga plötzlich deutsche-bahn-liga heißt, die kurve im stadion coca-cola-kurve und der verein auf einmal gaffel fc köln.
30.03.2006
11.42 Uhr
Fussball wird aber leider nicht vom Fan gemacht und wenn man sich von den Fussballmachern anhört wie schlecht die Bundesliga im internationalen Vergleich abschneidet, dann ist das eine Geldfrage. Da bekommt dann kein Spieler einen Schein mehr, sondern der Kander wird aufgerüstet. Welche internationale Grösse spielt denn hier?

In der Stuttgarter Zeitung war ein Artikel über die Vereinsumsätze und da war der einzige deutsche Verein Bayern mit 193 Mio weit hinter AC, ManU, Arsenal mit knapp 260 Mio. Die Bundesliga ist keine Insel und mit den Einnahmen von der CL, Meisterschaft und Ligaplazierung lässt sich da nichts machen. Und der Fan macht hier dann doch die Politik, weil keiner CL oder Uefa - Cup sehen will ohne deutsche Beteiligung. Ich habs schon gesehen: Du bist Schalke.

Sollen die Vereine alle Lotto spielen oder woher soll die Kohle kommen. BetAndWin...

Das einzige was ich wirklich traurig finde, dass die Liga durch diese Direktvermarktung zementiert wird und die Spannung wirkilch auf der Strecke bleibt. Oder kann mir jemand die Überraschungsmannschaft des Jahres nennen?
30.03.2006
11.43 Uhr
Man sollte allerdings nicht vergessen, dass das easy-credit Stadion nicht immer Frankenstadion hieß. So schlimm diese ganze Entwicklung. Wenn Vereine wie Salzburg ja schon Ihren Namen verkaufen...
Wo hört der Wahnsinn auf?
30.03.2006
11.48 Uhr
am schluß verkaufen die vereine sogar noch ihre spieler! was dann???
30.03.2006
11.51 Uhr
Zum Thema Stadion in Nürnberg finet am Samstag vor dem Spiel eine Kundgebung statt.
Nachzulesen auf http://www.un94.com
30.03.2006
11.53 Uhr
Der Wahnsinn hört dann auf, wenn ein Trainer im Yello Strom Kostüm auf den Platz geht, schöne neue Welt
30.03.2006
11.55 Uhr
um ehrlich zu sein. da schau ich dann lieber meinem verein beim zweitligakicken zu (worum ich ohnehin nicht rum kommen werde), als dabei zu sein und dafür zu bezahlen, wie irgendwelche konzerne sich das zusammenpuzzeln, was mit ihm passiert. die interessiert es nach ablauf des vertrages nicht mehr, was mit dem verein ist.

für den gelegenheitsfußballfan (der mit der poldi-tasse) mag das ja ganz angenehm sein, er konsumiert den fußball nur und hat die exit-option, falls der verein zu langweilig/erfolglos wird. einem echten fan ist dies nicht möglich, er muss also zuschauen/mitmachen, bei dem, was mit seinem verein passiert, er kann nicht anders.
und es sind nicht nur geldscheine, die fußball machen, ich bin mitglied beim fc, ich bin auch dieser verein.
an vereinen wie wolfsburg und leverkusen kann man nämlich sehen, wie grottenlangweilig fußball sein kann, wenn man viel geld, ein schönes stadion und gute spieler hat, aber eben keine fankultur und leute die echt an dem verein hängen, sondern nur hingehen, weil man auch mal das neue stadion sehen will.

in italien kannst du mal sehen, was für eine entwicklung das genommen hat, die man in deutschland in ansätzen auch schon sieht. nur juve und vielleicht noch milan kassieren ab, die anderen vereine sehen gar nichts vom großen geld, in den profiligen (und darunter) gibt es jedes jahr dutzende lizenzentzüge.
30.03.2006
11.58 Uhr
wobei das in italien aber auch an den strukturen liegt: erstens am staatlich geförderten mäzenatentum (steurliches absetzen, verlustverrechnung) und zweitens an einer jahrzehnte lang zu laschen lizenzvergabe, die i.V.m. Punkt 1 zu einer absurden überdrehung der gehaltsschraube geführt hat. es müsste eben mal ein zeichen gesetzt werden und einem AS Rom, einem Lazio Rom oder einem Real Madrid (in spanien siehts ja genauso aus) die lizenz entzogen werden.
30.03.2006
11.59 Uhr
Und schau dir doch mal Juve an. Wie viele Leute kommen da denn ins Stadion? Die spielen doch immer vor leeren Rängen...
30.03.2006
12.04 Uhr
milan hat ja ende der 70er, anfang der 80er mal ein jahr in der zweiten liga gespielt und hatte dort mehr zuschauer als inter in der ersten.
31.03.2006
11.59 Uhr
deswegen sind die freiburger auch so relaxte und treue fans...finke sagt, wir sind eine mannschaft, die immer unter den letzten 5 in der ersten liga steht und auf den ersten 5 in der 2. liga..da ist bundesliga auch noch abenteuer. was wollen wir mit chelsea und madrid? dass die ganzen deutschen teams aus den eurocups geflogen sind ist traurig, aber deswegen die liga runter zu machen ist auch nix. scheiss auf den internationalen vergleich.
05.04.2006
18.47 Uhr
ballack war für mich immer schon das sinnbild des seelen- und hirnlosen, nach dem geschmack von sponsoren und marketingstrategen funktionierenden fußballers. er schafft es aber mal wieder, einen draufzusetzen:

Dass Ballack nach dieser Vertragsverlängerung (die ihm etwa insgesamt 12 Millionen Euro einbringen wird) nur für einen Club spielen kann, der von Adidas ausgerüstet wird, hat dessen Berater Michael Becker bestätigt. "Dieser Schluss ist sicher zulässig"

aus: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,409950,00.html


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