MEDIALES

Ein paar neue Empfehlungen

06.07.2010 | 0 Kommentare | motorhorst | Keine Bewertung
Filme mit und ohne Schiedsrichtern und verzweifelte Eigen-Promotion.
Ich wollte Euch mal wieder ein paar Sachen empfehlen (wicked!).

Nachdem ich nun auch endlich den Schiedsrichterfilm gesehen habe, kann ich diesen noch bedenkenloser empfehlen. Hab ich nämlich schon seit längerem gemacht, genauer: seit ich die ersten 10 Minuten davon gesehen habe. Offiziell heißt der Schiedsrichter-Film übrigens Referees at Work und wurde von den beiden Filmemachern während der EM 2008 gefilmt. Der Inhalt ist der quasi unkommentierte Arbeitsalltag der Schiedsrichter vom Warten und Vorbereiten auf das Spiel bis zu den kritischen Nachbesprechungen bzw. - im Falle Howard Webb - Morddrohungen nach dem Spiel, vor allem aber die Aktionen auf dem Spielfeld selbst. Hier erhält man nicht nur einen tollen Einblick in die unglaubliche Anspannung und den Druck der Referees, was mitunter auch mal in große Unsicherheit um schlägt, die natürlich nicht gezeigt werden darf. Highlight ist aber die Kommunikation der Schiris mit ihren Assistenten und soweit hörbar auch mit den Spielern. Selbst für Fußballhasser sicher eine interessante Dokumentation. Anschauen kann man das sich so halblegal online oder inzwischen auch auf einer DVD.
Epische Zitate wie "Karagounis! Karagounis! Stop making signals!" sind im Preis übrigens inbegriffen.
 
Mit dem Film ist das ja immer so ne Sache, weil man nach einem weiteren schlechten erst mal wieder die Schnauze voll hat und sich lieber zum zweiundsiebzigsten mal Zurück in die Zukunft oder die nackte Kanone anschaut. Aber wenn jemand wirklich gut über Filme schreiben oder erzählen kann, dann ist man sofort wieder drin und bildet sich ein, 2001 vielleicht doch nochmal eine Chance zu geben (bzw. sich selbst eine Chance, diesen doch noch zu verstehen). Wer einen hier zuverlässig anfixen kann ist - erstaunlicherweise - Bernd Begemann. Zusammen mit Kay Otto und Ben Shadow erstellt er regelmäßig den Podcast FLIMMERFREUNDE, den man sich direkt auf der Seite anhören oder herunterladen kann. Dauert meist deutlich länger als eine Stunde und es verblüfft doch etwas, welch ein profundes Nerd- und Filmwissen Herr Begemann aufweist bzw. eigentlich auch wieder nicht (bezogen auf "verblüfft"). Und wenn man dann ganz geplättet ist, dass es schon 9 Folgen gibt, dann sollte man besser nicht herausfinden, dass der Podcast früher mal Ohrensessel hieß und von selbigem sage und schreibe 196 alte Folgen zum Anhören online stehen. Sehr sympathisch, oftmals angenehm nerdy und auch nicht immer frei von Fehlern und Wissenslücken (Star-Trek-Folge), aber hey: Dann mach halt Du Podcast!

Schließlich ist im neuen bayreuth4u mal wieder etwas mit Motor drin. Auf einer unfassbar bezeichneten Seite namens "Bayreuther Untergrund" folgt nach einigen Warnhinweisen für die leicht verstörbare Leserschaft ein kurzes Portrait von Horst Motor und seiner illen Seite des Irrsinns. Die solltet ihr mal besuchen, ach so, tut ihr ja schon. Leider gibt es das Ganze nicht online, deswegen müsst ihr Euch ein Hefterl in Bayreuth mitnehmen. Da es keine Scanner mehr gibt ("und auch keine Düsenflieger!"), findet sich an dieser Stelle nur ein schlecht abfotografierter ersatz (kein Schreibfehler, wird im englischen mitunter so verwendet, z.B. in der Buchvorlage zu Blade Runner) Scan. Und weil es leider aus dem Text flog, hier noch einmal: den Namen hab ich vincent. zu verdanken. vincent., vincent. Ohne ihn gäbe es keinen Motorhorst und kein motorhorst.de.

Damit der Scheiß unten bleibt!

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