MEDIALES
Ich habe soeben einen schweren, gar fatalen Fehler begangen. Also genau genommen begehe ich ihn immer noch. Es ist der Fernseher, ich habe ihn nach der Sportschau zu lange eingeschaltet gelassen, und jetzt begrüßt mich Florian "Goldfön" Silbereisen, der schleimige Bilderbuch- und Vollzeitschwiegersohn zum Herbstfest der Volksmusik. Die (schreckliche) Musik aus dem Vorspann verklingt und kaum beginnt Herr Silbereisen seine Moderation, kommt er auch schon zum zweiten Mal auf die "harte Kritik einer Modezeitschrift an meinen Anzügen" zurück. Das scheint ihn tief gekränkt zu haben. Ich kenne ja den Wortlaut der Kritik nicht und schon garnicht die Modezeitung, falsch liegen kann sie aber nun wirklich nicht. Silbereisens Anzüge (wahlweise Frisur, Moderation, gekünstelte Lustigkeit, Gesang, etc..) zu kritisieren ist eine sichere Wette. So wie das Amen in der Kirche oder das Zahlen im Puff. Auch seine Frisur kann nicht gerade mit Stil glänzen, höchstens mit Haarspray. Hat er sich seine Locken mit einem silbernen Bügeleisen kringeln lassen? Ist er beim Fönen eingeschlafen? Ich kann mir nicht helfen, schon seit Erklingen der Eingangsmelodie dieses folkloristischen Folterschuppens geht mir Oliver Kalkofe nicht mehr aus dem Kopf. Dieser Silbereisen bewirbt sich durch sein aufdringlich freundliches Auftreten, seine platten Moderationen oder schlicht und einfach diesem perfiden wie pefekten Zusammenspiel zwischen Frisur und Name unentwegt um den ersten Clip beim Comeback der Mattscheibe.
Jetzt singt er auch noch, umgeben von Kindern. Sie wollen nicht so recht, einer heult sogar. Nanu man hört es garnicht - schwupp schon ist er ausgeblendet, ach ja Playback. Natürlich. Silbereisen blüht jetzt richtig auf, umgeben von den gequält lächelnden Gehirnwäschlingen. Die Frage nach Pädophilie drängt sich auf. Jetzt holt er sich -natürlich spontan- einen "zufälligen" Gast aus dem Ü60 Publikum, um seien Silberstreifen-verzierten grauen Anzug, der im Übrigen die erwartete Beleidigung gegen Geschmack und Wohlbefinden darstellt, gegen den mausgrauen Anzug des Publikumsgastes auszutauschen. Wie lustig. Mich plagen Fantasien mit Zwangsjacken. Und schon erklingt das nächste Lied. Ich hätte ja nichts gegen wirkliche Folklore, gegen schöne alte Volkslieder, es wird schließlich jeder mal alt. Abert was hier präsentiert wird, belästigt einfach jedweden Musikgeschmack. Einfachste Schunkel- Schaukel- und Mitklatschweisen, pseudomodern mit einem Kommerztechno-Beat unterlegt, gesungen von armen Flüchtlingskindern, notorischen Nichtskönnern und Therapeuten, die offensichtlich die Seite gewechselt haben. Programmdirektor, schäm dich!
Wenn Fernsehen tatsächlich das Spucken und Urinieren ins Wasserglas ist, wie Kalki einst sagte, was mag dann Florian Silbereisen sein? Eine Mischung aus Abführ- und Brechmittel? Das Jucken und Brennen am Schniedel? Das Erbrechen ins Wasserglas? Sei es wies sei, zum Glück gibt es noch andere Sender, wir haben ja eine große Auswahl. Mal sehen, welchen geb ich mir jetzt, hmmm da gibt es so einen komischen roten Knopf, weiß garnicht was der bedeutet, ich glaub den probier ich jeztz mal AUS
Der silberne Fön des Grauens
23.10.2007 | 2 Kommentare | random hero
Alpträume aus dem Flimmerkasten Teil I:
Wie ich Das Herbstfest der Volksmusik schaute wobei mir die Galle hochkam und das Erbrechen nur durch stetiges Schlagen des Kopfes gegen die Tischkante zu unterdrücken vermochte
Wie ich Das Herbstfest der Volksmusik schaute wobei mir die Galle hochkam und das Erbrechen nur durch stetiges Schlagen des Kopfes gegen die Tischkante zu unterdrücken vermochte
Jetzt singt er auch noch, umgeben von Kindern. Sie wollen nicht so recht, einer heult sogar. Nanu man hört es garnicht - schwupp schon ist er ausgeblendet, ach ja Playback. Natürlich. Silbereisen blüht jetzt richtig auf, umgeben von den gequält lächelnden Gehirnwäschlingen. Die Frage nach Pädophilie drängt sich auf. Jetzt holt er sich -natürlich spontan- einen "zufälligen" Gast aus dem Ü60 Publikum, um seien Silberstreifen-verzierten grauen Anzug, der im Übrigen die erwartete Beleidigung gegen Geschmack und Wohlbefinden darstellt, gegen den mausgrauen Anzug des Publikumsgastes auszutauschen. Wie lustig. Mich plagen Fantasien mit Zwangsjacken. Und schon erklingt das nächste Lied. Ich hätte ja nichts gegen wirkliche Folklore, gegen schöne alte Volkslieder, es wird schließlich jeder mal alt. Abert was hier präsentiert wird, belästigt einfach jedweden Musikgeschmack. Einfachste Schunkel- Schaukel- und Mitklatschweisen, pseudomodern mit einem Kommerztechno-Beat unterlegt, gesungen von armen Flüchtlingskindern, notorischen Nichtskönnern und Therapeuten, die offensichtlich die Seite gewechselt haben. Programmdirektor, schäm dich!
Wenn Fernsehen tatsächlich das Spucken und Urinieren ins Wasserglas ist, wie Kalki einst sagte, was mag dann Florian Silbereisen sein? Eine Mischung aus Abführ- und Brechmittel? Das Jucken und Brennen am Schniedel? Das Erbrechen ins Wasserglas? Sei es wies sei, zum Glück gibt es noch andere Sender, wir haben ja eine große Auswahl. Mal sehen, welchen geb ich mir jetzt, hmmm da gibt es so einen komischen roten Knopf, weiß garnicht was der bedeutet, ich glaub den probier ich jeztz mal AUS
Bewertungen
Kommentare
24.10.2007
11.52 Uhr
11.52 Uhr
endlich einmal jemand, der auf einer jugendplattform mal gegen volksmusik ist. und sicher auch gegen die da oben. super "stil", muss ich auch mal AUSprobieren. im ernst? beschissener, biederer konsenshass.
24.10.2007
17.23 Uhr
17.23 Uhr
hm. also das der inhalt hier nicht besonders aktuell/ausgefallen/tiefgreifend/der oede wert/oder sonstwas ist, liegt auf der hand. allerdings ist er auch nicht weiter von bedeutung, es geht nur um grotesk überzogene bilder und hemmungslose sprachverzerrungen. das gefällt den wenigsten, mir aber ziemlich gut.
und ich entschuldige mich bei der gesamten untergebenschaft für das AUS, da drehts mir bei wiederlesen selbst den magen um..
und ich entschuldige mich bei der gesamten untergebenschaft für das AUS, da drehts mir bei wiederlesen selbst den magen um..
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