STIFTUNG MOTORTEST
Immer wenn ich mir Gedanken mache, warum ich "den deutschen Film" nicht mag, läuft mir glücklicherweise einer über den Weg und ich weiss es dann.
Zuerst das gute an Anatomie. Die Story-Idee ist gar nicht schlecht, wenn auch nicht originell.
Dann das schlechte: Franka Potente ist ja eine der überschätztesten Schauspielerinnen überhaupt (okay, Till-Schweiger-Niveau erreicht sie nicht, aber wer kann das schon von sich behaupten) und die guten Filme von ihr hatten eigentlich nie was mit ihrer Person, sondern eher mit Story oder Machart zu tun (Nach fünf im Urwald, Lola rennt).
Aber wer sie unbedingt gut finden möchte, darf sich gerne so bescheuerte Filme wie Bourne Identity anschauen und stirbt dabei hoffentlich vor Langeweile.
Die ganz nette Story-Idee wird durch unzusammenhängende Szene mit typisch deutschen Dialogen zerstört, die Charaktere bedienen fast alle notwendigen Klischees, auch wenn man den Schwulen vermisst und der Dicke nur kurz als Nebenfigur auftaucht. Ein aktueller Hit ist ordnungsgemäß eingebaut (Praise You von Fatboy Slim) und passt natürlich weder atmosphärisch noch textlich zur entsprechenden Szene.
Ein paar Schockeffekte sollen den Film dann retten, locken aber durch die "Körperwelten"-Tour doch niemanden mehr hinter dem Ofen hervor, das hat man alles schon gesehen. Über Plotholes will ich mich gar nicht auslassen, ist ja ganz logisch, dass es niemanden interessiert, wenn Studenten reihenweise einfach verschwinden und keine Leichen auftauchen, Angehörige, Polizei oder Freunde gibt es ja nicht, ist klar.
Alles in allem kein typisch deutscher Film (da keine Komödie), aber trotzdem eher ärgerlich als spannend oder neu.
Anatomie
Zuerst das gute an Anatomie. Die Story-Idee ist gar nicht schlecht, wenn auch nicht originell.
Dann das schlechte: Franka Potente ist ja eine der überschätztesten Schauspielerinnen überhaupt (okay, Till-Schweiger-Niveau erreicht sie nicht, aber wer kann das schon von sich behaupten) und die guten Filme von ihr hatten eigentlich nie was mit ihrer Person, sondern eher mit Story oder Machart zu tun (Nach fünf im Urwald, Lola rennt).
Aber wer sie unbedingt gut finden möchte, darf sich gerne so bescheuerte Filme wie Bourne Identity anschauen und stirbt dabei hoffentlich vor Langeweile.
Die ganz nette Story-Idee wird durch unzusammenhängende Szene mit typisch deutschen Dialogen zerstört, die Charaktere bedienen fast alle notwendigen Klischees, auch wenn man den Schwulen vermisst und der Dicke nur kurz als Nebenfigur auftaucht. Ein aktueller Hit ist ordnungsgemäß eingebaut (Praise You von Fatboy Slim) und passt natürlich weder atmosphärisch noch textlich zur entsprechenden Szene.
Ein paar Schockeffekte sollen den Film dann retten, locken aber durch die "Körperwelten"-Tour doch niemanden mehr hinter dem Ofen hervor, das hat man alles schon gesehen. Über Plotholes will ich mich gar nicht auslassen, ist ja ganz logisch, dass es niemanden interessiert, wenn Studenten reihenweise einfach verschwinden und keine Leichen auftauchen, Angehörige, Polizei oder Freunde gibt es ja nicht, ist klar.
Alles in allem kein typisch deutscher Film (da keine Komödie), aber trotzdem eher ärgerlich als spannend oder neu.
Kommentare
26.10.2003
17.36 Uhr
17.36 Uhr
Ich habe diesen Film selbst nicht gesehen aber zum Glück bis jetzt nur schlechtes darüber gehört. Soviel zum Thema objektive, äh subjektive Meinungsbildung...
Aber zum Thema deutscher Film:
Wer sich davon doch noch überzeugen lassen will, geht zu seinem local dvd-dealer oder schaut sich den Trailer zu "Halbe Treppe" unter folgender Adresse an: http://www.halbetreppe.de
Andreas Dresen ist Gott - Punkt
Aber zum Thema deutscher Film:
Wer sich davon doch noch überzeugen lassen will, geht zu seinem local dvd-dealer oder schaut sich den Trailer zu "Halbe Treppe" unter folgender Adresse an: http://www.halbetreppe.de
Andreas Dresen ist Gott - Punkt
26.10.2003
21.17 Uhr
21.17 Uhr
es gibt dann aber auch gute deutsche filme wie z.B. `Lichter`, die einen dann kurz inne halten lassen und einen funken hoffnung mit ins spiel bringen. Ich bin auch der meinung, dass es nicht nicht gute drehbücher in deutschland gibt, sondern die masse einfach nach filmen schreit, die keinen hohen geistigen anspruch mitsichbringen, sondern eher der kurzweiligen unterhaltung dienen. Das heißt das somit kaum eine chance besteht gute drehbücher und filme zu schreiben bzw zu machen.
27.10.2003
10.47 Uhr
10.47 Uhr
Ich gebe euch natürlich recht, dass es nicht nur schlechte deutsche Filme gibt, aber das Gros dessen, was so unter "deutscher Film" läuft, einfach zum Kotzen ist. Ähnliche Probleme hat scheinbar aber auch der französische Film. "Die purpurnen Flüsse" gingen super los, um dann immer mehr zu langweilen und schließlich einen erbärmlichen, hirnverbrannten Schluß ohne Aussage zu bringen (siehe auch "Pakt der Wölfe"). Katja Riemann und Franka Potente heißen in Frankreich übrigens Jean Reno und Vincent Cassell.
Andererseits gibt es dort aber wieder "Amélie", also Verallgemeinerungen bringe ich lieber mal keine :)
Positive deutsche Beispiele: Immer wieder "Absolute Giganten", zuletzt ganz passabel "Soloalbum" und "Verschwende Deine Jugend".
Andererseits gibt es dort aber wieder "Amélie", also Verallgemeinerungen bringe ich lieber mal keine :)
Positive deutsche Beispiele: Immer wieder "Absolute Giganten", zuletzt ganz passabel "Soloalbum" und "Verschwende Deine Jugend".
28.10.2003
18.05 Uhr
18.05 Uhr
Da fragt man sich doch wie macht katja riemann das so überzeugend jean reno zu sein?
ich war vor nem jahr in einer kurzfilmreihe mit dem titel`99 euro films`. 12 kurzfilme von jungen aufstrebenden regisseuren die alle nur ein budget von 99 euro hatten, ich war echt überrascht was alles möglich ist in unserem kleinen land bezüglich film
ich war vor nem jahr in einer kurzfilmreihe mit dem titel`99 euro films`. 12 kurzfilme von jungen aufstrebenden regisseuren die alle nur ein budget von 99 euro hatten, ich war echt überrascht was alles möglich ist in unserem kleinen land bezüglich film
31.10.2003
09.05 Uhr
09.05 Uhr
Anatomie war natürlich schlecht - nach guten Anfängen. andererseits liegt das genauso sehr auch am genre wie am deutschsein. 99% der amerikanischen teenie-horror-filme sind ja auch katastrophen (was geht: Blair Witch Project, Final Destination1, Scream1. was nicht geht: ich weiss was du letzten sommer blabla, düstere legenden 2 (geht sowas von gar nicht), H20 und dieser valentine-film - yeah. ich schaue oft filme, auch welche, von denen ich weiss dass sie mir nicht gefallen werden).
100% deiner meinung bin ich aber bei den Purpurnen Flüssen, motor. ich fand das ende auch erbärmlich. dieser ganze mythische überbau, diese schönen bilder für so eine trivial-dummdreiste endlösung. himmel. die erste stunden des films ist aber wirklich große klasse. 0 % deiner meinung bin ich dafür, was Frank Potente, jean Reno und vincent Cassel angeht. jeder für sich in den richtigen rollen richtig gut. ausserdem ist franka ne süsse...
100% deiner meinung bin ich aber bei den Purpurnen Flüssen, motor. ich fand das ende auch erbärmlich. dieser ganze mythische überbau, diese schönen bilder für so eine trivial-dummdreiste endlösung. himmel. die erste stunden des films ist aber wirklich große klasse. 0 % deiner meinung bin ich dafür, was Frank Potente, jean Reno und vincent Cassel angeht. jeder für sich in den richtigen rollen richtig gut. ausserdem ist franka ne süsse...
02.09.2004
20.05 Uhr
20.05 Uhr
keine ahnung ich sah den trailer und wollte nichts mehr wissen über diese sinnlose verschwendung von filmrohstoff
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5 Bewertung mit durchschnittlich 0,80 Hörstchen
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