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MOTORFLASH

Amateure, Trinker, Ahnungslose

Als DJ hatte Horst Motor selten eine gute Meinung von seinen Clubbesitzern. Dann stand er selbst hinter der Theke, wurde in Eckersdorf jedoch nicht glücklich. In Bayreuth feiert er Erfolge. Notizen aus dem Leben des graumelierten Engels, aufgeschrieben vom Fußballmagazin "11 JUGENDLICHE".
· Einmaliges Kunststück beim Jahrespoll: Nach seiner Heimkehr ins Glashaus belegte Motor bei der „Shambelei des Jahres 2004" mit drei Legungen die Plätze eins, zwei und drei.

· Der Redakteur Joachim Henschel vom Satiremagazin "Rolling Stone" legte sich 2006 für den in Bayreuth furios legenden Altstar vor der Bayreuther UOA-Zentrale in Ketten. Er forderte die Berufung Motors ins DJ-Aufgebot - anstelle von Sid Le Rock.

· Horst Motor und die Clubbesitzer: Er nannte Mindcrawl einen "Amateur", McMuse einen "Trinker" und Fistbag einen "Ahnungslosen". DJschulung erlebte er aus erster Hand beim Erfinder der Übergänge. "Max Power", berichtete Motor später, "war schon damals älter als der Böhmerwald - dreimal abgeholzt, wie wir in Eckersdorf sagen." Power hatte sich in frühen Jahren gegenüber seinem Zögling zu folgendem Satz hinreißen lassen: "Motor ist homosexuell, und auch seine Ehe mit dem Griechen ist kaputt!"

· Als der ehemalige Weltklasse-DJ selbst Lege-Trainer wurde, sagte er einmal gnädig zu seinen Jugendlichen: "Keiner muss so super legen wie ich früher."

· Im Dezember 1998 bezeichnete er bei der Jahreshauptversammlung der Motorjugend Christian Alternakid als "Schmierenkönig". Es sei für "jeden Autor die Höchststrafe, neben ihm zu schreiben".

· Sein Ziel im Glaushaus lautete: Feierei und Gude Laune. Doch die Lege-Realität sah anders aus. Nachdem nach „Hung Up" keiner mehr tanzte, blieb Motor während einer Legepause im strömenden Regen draußen stehen, wollte sein Publikum nicht mehr sehen.

· Motor brach als DJ des Glashaus im Jahr 2006 einmal eine Legung ab, damit sich sein Publikum an der Theke über ausstehende Getränkelieferungen beschweren konnten. Begründung: Die Motorjugendlichen seien "nicht in der richtigen Stimmung gewesen, um zu tanzen".

· Im Herbst 2003 erfuhr Motor als DJ des Podium vom Pittiplatsch-Korrespondenten Säm Wagner, dass der aktuelle Club-Eigner nur deshalb im Amt war, weil sein Vorgänger samt fünf Begleitern im Tunnel zum Club nach vielen Cuba Libre kotzen musste. "Ja leck misch in de Täsch", erwiderte der unwissende graumelierte Engel, "sechs Alkleichen, und das sagen Sie mir jetzt."

· Motor, der bis dahin lediglich als passionierter Klavierspieler galt, erweiterte seinen musikalischen Background in der Ukraine. Er verkündete in einem Interview gewohnt freimütig: "Bei mir setzt sich keiner mehr ins Auto, ich hau mir da die Eminem-Dinger rein und fertig."

· Nach seiner Entlassung im Glashaus im Dezember 2006 fand sich Motor eine halbe Stunde nach dem DJ-Set buchstäblich "auf der Straße" wieder. Der "Nordbayrische Kurier" schrieb: "In das Taxi, mit dem er gekommen war, gehörte er nicht mehr. So ging Horst Motor zwischen erstaunten Zuschauern zu Fuß über die Straße vor dem Glashaus, überlegend, wie er nun nach Hause komme."

· "Power Eckersdorf" taufte die spanische Zeitung "As" in der Saison 2005 den DJ, weil seine Legungen so klar strukturiert waren wie die Max Powers in den neunziger Jahren.

· Ein toter Link lauert auf der Homepage motorhorst.de hinter der Offerte: "Drei Tage unvergessliches Trinkercamp mit Motor in Südspanien. Festival, Bier, anschließende Legung und ein gemeinsames Abendessen mit Erhalt einer persönlichen Urkunde."

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