DIE EXPERTEN

Aber fänden auch Sie nicht, dass es langsam Zeit für Versöhnung ist?

08.12.2009 | 0 Kommentare | motorhorst | Keine Bewertung
Weil es an der Zeit ist: Max Power über die aktuelle Situation im Fußball. Natürlich auch zur Auslosung der Gruppen für die Fußball-WM in Südafrika.
Max Power: Ah, de breno werdet ihr bald los. Hat sich ja gelohnt.

motorhorst.de: Ja? Für 30 Millionen zu Chelsea?
Hehe, nein wieder zurück in den Busch.

Dachte schon als Tanzbären an einen Zirkus verkauft. Vielleicht holen sie ihn ja in nem Jahr wieder, so wie Zé Roberto Blanco?
Breno träumt noch von der Teilnahme an der WM...

Sehr guter Kandidat für den Witz des Jahres. Will er wohl die irische Staatsbürgerschaft annehmen?
Die Türken träumen auch noch von der WM 2006, weil die Schweiz nachträglich wegen dem Terroristenverbot ausgeschlossen werden soll...

Sehr gut!
Aber das Argument der Iren ist schon sehr überzeugend. Im Prinzip lautet das: "Come ooooon, maaaaan."

War ja auch die erste Fehlentscheidung im Fußball, da hätte man schon mal ein Auge zudrücken können. Und Sie haben schon recht. Nur leider hat Blatter eben mit "mimimimimimi" gekontert.
Aber wenn es gegen die Franzosen geht, ist halt doch jeder dafür...

Auch wieder wahr und verständlich
Mittlerweile können die sich selbst nicht mehr leiden.

Echt? Wie die Deutschen?
Die würden sich gerne leiden können, dürfen aber nicht.

Herr Power, wir müssen über die Auslosung sprechen: Die Türkei ist ja vom Losglück mal wieder verschont geblieben, oder?
Premier Erdogan hat einen Boykott an der Weltmeisterschaft angeordnet, da ein demokratischer Staat wie die Türkei nicht mit faschistischen Bananenrepubliken in einen Lostopf geworfen werden will. Hart, aber konsequent!
Somit werden wir zum zweiten Male in Folge von der Schweiz aus diesem Turnier rausgeekelt, aber wenigstens wahren wir mal wieder unser Gesicht.

Die englische Presse redet wiederum ihrerseits von der "besten Gruppe seit den Beatles", hat sie recht?
Jeder weiß um die messerscharfe Genauigkeit der englischen Sportanalysten. Die freuen sich auf jeden Fall auf die tolle Vorgruppe namens "Easyshambles", denn im Achtelfinale wartet ja dann der erste Hauptact "Achtung Fritz!". Humorloser Krautrock und die beste Band seit "Klaus&Klaus".

Die Hoffnung ist also groß und wir drücken die Daumen, dass uns dann abermal Stahlhelme von den Titelseiten der Tabloids anlächeln? Oder ist die englische Mannschaft wie immer: Maßlos überschätzt und noch vor dem Achtelfinale wieder zuhause?
Sollte man meinen. Aber fänden auch Sie nicht, dass es langsam Zeit für Versöhnung ist? Stellen Sie sich mal vor, Finale England-Deutschland, und Pete Doherty singt das Deutschlandlied, Campino den Toten Hosen Klassiker "You´ll never walk alone". Ich könnte mir vorstellen, dass das ein Zeichen für die ganze Welt wäre.

Aber jetzt erst mal genug zum Thema Fußball, lassen Sie uns über die deutsche Nazi sprechen: Ghana, Serbien und Australien - Deutschland-Dusel oder "es gibt keine kleinen Mannschaften mehr"?
Die ersten Stimmen sagen es ganz deutlich, so wie unser Fußball-Guru Andy Brehme: "Deutschland MUSS weiterkommen, gegen so Fußballzwerge darfst du dir da nix erlauben, auch wenn die Sorben und Ösis mal zu uns gehörten. Auch die Ghanesen sollten wir packen, wenn wir den Yeboah in den Griff kriegen."
Die letzte Frage bitte, ich muss noch ein paar Wetten auf die Minute des 8. Fehlpasses (nur mit dem linken Fuß) von Pranjic heute Abend platzieren. Im City-Wok-Livechat heißt es, die 3. Minute ist da ein ganz heißer Tipp.

Also gut, dann noch eine Quizfrage:
Wie lange soll der wunderschöne FCB Deutscher Meister bleiben?
a: Fünf Jahre
b: Zehn Jahre oder
c: ewig?

Die Fragestellung mit "bleiben" ist natürlich schonmal ein Hit.
Dennoch gönne ich den FC Audikom auf alle Fälle die Europa-League Quali (durch Erreichen des Pokalfinals gegen den FC). Der Meister ist ja automatisch in der Champions League am Start. Bei den ganzen Hurrensönen aus Hoppenheim und Wolfsbach, wo alles nur noch mit Investorengeld funktioniert, ist es ein Balsam für die Fanseele, einen Verein unter den Top 12 der Liga zu haben, wo man so etwas nie und nimmer nötig hat.

Herr Power, wir danken für dieses Gespräch.

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