MEDIALES
Eigentlich reicht mir ja das Doodle des Tages bei Google, um das Mondlande-Jubiläum mitzubekommen. Aber dann musste ich halt doch die Sondersendung auf Phoenix anschauen, die die historischen Fernsehbilder von 1969 etwas komprimiert zeigte und so auch die Spätgeborenen an der Expedition teilnehmen ließ.
Zunächst war es so, dass alles ewig dauerte, man meist gar keine Live-Bilder hatte, sondern entweder ein psychedelisches (wenn auch schwarz-weißes) Testbild sah oder aber die Herren im deutschen Studio mit selbstgebastelten Modellen oder Laienschauspielern versuchten, nachzustellen, was eben da oben passierte.
Als es dann endlich Bilder gab, war es nicht viel spannender: Kaum etwas zu erkennen und die Szene mit dem Fuß und dem Satz war dann "live" auch überhaupt nicht zu sehen. Fazit: Mit der Aufmerksamkeitsspanne des 21. Jahrhunderts kann man sich das Ganze leider gar nicht anschauen.
Allerdings gingen mir etliche Gedanken während der Sendung durch den Kopf, Fragen und Fakten, die ich mir selbst beantwortet oder klar gemacht habe:
1. Die Kommandokapsel, also der Teil des Raumschiffs/der Rakete, welches mit Michael Collins an Bord um den Mond kreiste, hieß tatsächlich Columbia. Also so wie das erste Space Shuttle, das tatsächlich in den Weltraum flog, bzw. natürlich: umgekehrt. Der Prototyp des Space Shuttles hieß im Übrigen Enterprise als Hommage an Gene Roddenberrys Raumschiff aus der Serie Star Trek.
2. Die Sowjets waren nie auf dem Mond (sonst hätte man ja sicherlich auch das Bild einer Hammer-und-Sichel-Flagge auf der Mondoberfläche im Kopf), sondern stellten ihr bemanntes (und bis 1990 im Westen unbekanntes) Programm ein. Die Amerikaner schickten nach Apollo 11 noch 5 weitere bemannte Missionen auf den Mond. Die Sowjetunion sammelte aber 1970 Mondgestein, allerdings in der unbemannten Raumsonde Luna 16.
3. Neil Armstrong verhaspelte sich ein wenig bei seinen historischen ersten Worten auf den Mond. Ein kleines "a" fehlte in dem ursprünglich geplanten "That's one small step for a man, one giant leap for mankind", wodurch der Sinn genau genommen etwas entstellt und der Satz eine Tautologie oder ein Paradoxon wurde, je nachdem wie man es sieht.
Es gibt etliche Artikel und Untersuchungen, dass das a doch gesprochen wurde und eben so viele, dass es eben doch nicht gesagt wurde.
4. Ich erinnere mich dunkel, dass jemand sehr Berühmtes diesen Satz "geschrieben" oder "erdacht" hat, finde aber gerade ums Verrecken keine Quelle dafür, an wen ich da denken könnte.
5. Der Küstenabschnitt Cape Canaveral, von dem aus die Raummission startete, war bereits 1964 nach dem Tode von John F. Kennedy in Cape Kennedy umbenannt worden. Da sich diese Bezeichnung vor allem bei der lokalen Bevölkerung nie durchsetzte, wurde der Namen des Kaps 1973 zurück in Cape Canaveral geändert.
6. Das so genannte Mondauto (eigentlich LRV - Lunar Roving Vehicle), welches man im Allgemeinen mit Mondlandungen in Verbindung bringt, war erst bei den letzten drei Mondmissionen Apollo 15, 16 und 17 im Einsatz. Diese drei Fahrzeuge stehen bis heute auf dem Mond.
7. Genau: Nicht ein Wort zu den Verschwörungstheorien.
7 tolle Fakten zur Mondlandung
21.07.2009 | 2 Kommentare | motorhorst | Keine Bewertung
Lange habe ich versucht das 40jährige Mond-Lande-Jubiläum zu ignorieren, aber dann hat es doch nicht lange geklappt
Zunächst war es so, dass alles ewig dauerte, man meist gar keine Live-Bilder hatte, sondern entweder ein psychedelisches (wenn auch schwarz-weißes) Testbild sah oder aber die Herren im deutschen Studio mit selbstgebastelten Modellen oder Laienschauspielern versuchten, nachzustellen, was eben da oben passierte.
Als es dann endlich Bilder gab, war es nicht viel spannender: Kaum etwas zu erkennen und die Szene mit dem Fuß und dem Satz war dann "live" auch überhaupt nicht zu sehen. Fazit: Mit der Aufmerksamkeitsspanne des 21. Jahrhunderts kann man sich das Ganze leider gar nicht anschauen.
Allerdings gingen mir etliche Gedanken während der Sendung durch den Kopf, Fragen und Fakten, die ich mir selbst beantwortet oder klar gemacht habe:
1. Die Kommandokapsel, also der Teil des Raumschiffs/der Rakete, welches mit Michael Collins an Bord um den Mond kreiste, hieß tatsächlich Columbia. Also so wie das erste Space Shuttle, das tatsächlich in den Weltraum flog, bzw. natürlich: umgekehrt. Der Prototyp des Space Shuttles hieß im Übrigen Enterprise als Hommage an Gene Roddenberrys Raumschiff aus der Serie Star Trek.
2. Die Sowjets waren nie auf dem Mond (sonst hätte man ja sicherlich auch das Bild einer Hammer-und-Sichel-Flagge auf der Mondoberfläche im Kopf), sondern stellten ihr bemanntes (und bis 1990 im Westen unbekanntes) Programm ein. Die Amerikaner schickten nach Apollo 11 noch 5 weitere bemannte Missionen auf den Mond. Die Sowjetunion sammelte aber 1970 Mondgestein, allerdings in der unbemannten Raumsonde Luna 16.
3. Neil Armstrong verhaspelte sich ein wenig bei seinen historischen ersten Worten auf den Mond. Ein kleines "a" fehlte in dem ursprünglich geplanten "That's one small step for a man, one giant leap for mankind", wodurch der Sinn genau genommen etwas entstellt und der Satz eine Tautologie oder ein Paradoxon wurde, je nachdem wie man es sieht.
Es gibt etliche Artikel und Untersuchungen, dass das a doch gesprochen wurde und eben so viele, dass es eben doch nicht gesagt wurde.
4. Ich erinnere mich dunkel, dass jemand sehr Berühmtes diesen Satz "geschrieben" oder "erdacht" hat, finde aber gerade ums Verrecken keine Quelle dafür, an wen ich da denken könnte.
5. Der Küstenabschnitt Cape Canaveral, von dem aus die Raummission startete, war bereits 1964 nach dem Tode von John F. Kennedy in Cape Kennedy umbenannt worden. Da sich diese Bezeichnung vor allem bei der lokalen Bevölkerung nie durchsetzte, wurde der Namen des Kaps 1973 zurück in Cape Canaveral geändert.
6. Das so genannte Mondauto (eigentlich LRV - Lunar Roving Vehicle), welches man im Allgemeinen mit Mondlandungen in Verbindung bringt, war erst bei den letzten drei Mondmissionen Apollo 15, 16 und 17 im Einsatz. Diese drei Fahrzeuge stehen bis heute auf dem Mond.
7. Genau: Nicht ein Wort zu den Verschwörungstheorien.
Kommentare
22.07.2009
01.49 Uhr
01.49 Uhr
Um das ganze um eine Trivia zu erweitern:
In einem Interview auf SPON mit Buzz Aldrin wird erwähnt, dass der Muttername seiner Mutter "Moon" war.
In einem Interview auf SPON mit Buzz Aldrin wird erwähnt, dass der Muttername seiner Mutter "Moon" war.
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